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Networking Asia / Africa / Southeast Europe |
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Einreisemodalitäten, Transportsystem, Kommunikationssystem, Lebenshaltungskosten, Versorgung, Medizinische Versorgung, Diskriminierte Gruppen, Ausbildungssystem, Erwachsenen- und Weiterbildung
Mit dem alten jugoslawischen Reisepass kann man seit dem 31.12.2001 nicht mehr einreisen. Der Reisepass muss in der Botschaft BuH im Abfahrtsland vor der Abreise erstellt werden. Es ist auch möglich, in der Botschaft BuH die Ausstellung des Reiseblattes für Rückkehr nach BuH zu beantragen und nach der Ankunft in BuH mit diesem Reiseblatt bei den zuständigen Stellen die Ausstellung der notwendigen Dokumenten zu beantragen.
Große Mengen Gepäcks kann über den "Kargotransport" abgewickelt werden. Die Menge des Gepäcks ist prinzipiell nicht begrenzt und hängt von der Ladekapazität ab. Die Tarife sind je nach Gesellschaft unterschiedlich.
Für komplettes Umzugsgut stehen eine Vielzahl von Speditionen aus unterschiedlichen Ländern, die BuH anfahren, zur Verfügung. Auch hier sind die Tarife sehr unterschiedlich. Bei durchschnittlicher Ladefläche (ohne Hänger) ist mit einem Mindestbetrag von 1.300 € zu rechnen.
Das persönliche Vermögen der Rückkehrer ist befreit von Zollbezahlung und Steuerbezahlung unter folgenden Voraussetzungen:
Für die Inanspruchnahme der Zollbegünstigung muss dem Antrag folgendes beigefügt werden:
Die Zollbefreiung ist zugleich mit einer Befreiung von Steuern verbunden.
PTT – Verkehr und Telekommunikationen sind in BuH relativ gut entwickelt worden. Das gilt besonders für den Telekommunikationssektor. Die Expansion in den Bereichen Mobiltelefone und Vernetzung im Internet ist – gemessen an der Wirtschaftskraft – erheblich.
In den letzten Jahren wurden in BuH viele PTT Objekte und Installationen erneuert und modernisiert. Das digitale System und das System der digitalen Mobiltelefonie wurden nach dem GSM Standard entwickelt. Die ISDN Technologie und Roaming sind im Rahmen der GSM Netze eingeführt worden.
In BuH gibt es zur Zeit zwei Gesellschaften für Dienstleistungen im Telekommunikationssektor: Telecom BuH und Telecom RS. Eine weitere Registrierung wird in Bälde erwartet.
Die Qualität ist befriedigend. Prinzipiell ist ganz BuH abgedeckt, durch Roaming meist weltweit erreichbar. Die Internetverbindungen sind nach wie vor störungsanfällig.
Die Lebensmittelversorgung ist gut. Ca. 90 % aller Produkte kommen aus dem Ausland. Dies gilt auch für landwirtschaftliche Produkte.
Die Wasserversorgung ist regional sehr unterschiedlich, in den Sommermonaten kann es zu Engpässen kommen. In den meisten Regionen ist die Wasserqualität befriedigend. Bei sanitären Einrichtungen gibt es ein erhebliches Stadt-/Landgefälle.
Ca. 30 % des ländlichen Wohnraumes kann nicht als winterfest bezeichnet werden. Aufgrund der Preise (Holz usw.) leidet ein Teil der Bevölkerung in den Wintermonaten unter unzureichender Heizung.
Die Stromversorgung ist regional unterschiedlich. In einigen Regionen der RS kommt es relativ häufig zu kurzfristigen Stromausfällen. Insgesamt kann die Versorgung aber als ausreichend betrachtet werden.
Die Gesundheitsversorgung können in BuH grundsätzlich alle Bürger BuH in verschiedenen Formen in Anspruch nehmen.
Die Versicherungspflicht im Gesundheitssystem gilt für erwerbstätige Bürger. Sie nehmen dieses Recht aus versicherungspflichtigen Verträgen über Organisationen und Unternehmen in denen sie arbeiten, wahr. Grundsätzlich besteht eine Eigenbeteiligung für alle Leistungen in unterschiedlicher Höhe.
Die erweiterte Form der Krankenversicherung können alle Bürger BuH in Anspruch nehmen, die beim Arbeitsamt gemeldet sind, sowie alle anderen Bürger, die aus verschiedenen Gründen (Alter, Krankheit, Invalidität usw.) den Sozialschutz genießen.
Kostenlos ist die Krankenversicherung für Kinder bis 15 Jahre, Schüler bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres und Studenten bis 26 Jahre. Kostenlos ist auch der Gesundheitsschutz für Rentner und Personen, die über 65 Jahre alt sind.
Eine ergänzende Krankenversicherung kann freiwillig durch einen ergänzenden Beitrag zur Gesundheitsversicherung abgeschlossen werden.
Faktisch bestehen bei der Versorgung von Kranken erhebliche Unterschiede. In manchen Regionen und Städten (z.B. Banja Luka) entspricht die "Eigenbeteiligung" einer völligen Selbstzahlung. Medikamente, Bettwäsche, Kost usw. müssen von den Patienten selbst aufgebracht werden.
Nach Berichten der WHO liegen für BuH keine Auffälligkeiten vor. Eine Zunahme von AIDS wird angenommen, jedoch liegen verlässliche Zahlen bisher nicht vor.
Es gilt der internationale Standard, allerdings besteht häufig eine Eigenbeteiligung bei den Impfstoffen.
Aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Lage muss die Versorgung besonders benachteiligter Gruppen als schlecht bezeichnet werden. Dies gilt besonders für die Situation älterer Menschen.
Einige lokale Hilfsorganisationen(z.B. Caritas) sind durch internationale Unterstützung in der Lage, Betreuungsprogramme durchzuführen. Die stationäre Betreuung psychisch kranker Personen liegt weit unter den üblichen europäischen Standards. Besser organisiert ist die ambulante Betreuung (dies gilt besonders für Sarajevo).
Grundsätzlich bieten fast alle lokalen humanitären Einrichtungen (z.B. Rotes Kreuz, Caritas, Merhamet, AGEF-Projektbüro usw.) Beratungshilfe für benachteiligte Gruppen. Allerdings sind die Möglichkeiten lokaler Organisationen eng begrenzt. Fast alle Gemeinden verfügen über eine kommunale Beratungsstelle, deren Angebote allerdings als unzureichend eingeschätzt werden.
Die Mittelschulen, die ab der 9. Klasse (eine Änderung ist in der nächsten Zeit möglich) beginnen, vereinen allgemeine und berufliche Bildung und sind nach Berufsgruppen differenziert (Mittelschule für Landwirtschaft, Elektrotechnik, Verkehrswesen, Ökonomie, Verwaltung usw.). Die Ausbildung ist überwiegend theoretisch.
Der Hochschulzugang wird durch Aufnahmeprüfungen geregelt. Formal berechtigt der Mittelschulabschluss (Matura) mit bestandener Aufnahmeprüfung zur Aufnahme in jede Fakultät. Die Mittelschulen enden mit der 12. Klasse. Die Gymnasien vermitteln allgemeine Bildung. Spezielle Formen bestehen für die Fächer Sprachen, Sport, Kunst, Musik.
Schule und Universität (in den meisten Städten nur unabhängige Fakultäten) sind gebührenfrei. Aufbaustudiengänge sind meist kostenpflichtig. Die Dauer beträgt in den meisten Studiengängen vier Jahre, der Masterstudienabschluss weitere zwei Jahre.
Die Berufsausbildung ist zur Zeit noch auf das sogenannte Mittelschulsystem bezogen. Berufliche Bildung innerhalb betrieblicher Strukturen ist nicht formalisiert, sondern hängt von der Ausbildungsqualität des einzelnen Betriebes ab.
Die Anerkennung von Schul- und Studienabschlüssen, die im Ausland erworben wurden, verläuft zur Zeit noch willkürlich. Allerdings sind bei der Stellensuche im Ausland erworbene und zertifizierte Kenntnisse nützlich.
In größeren Städten besteht ein Weiterbildungsangebot (vornehmlich Sprachen und EDV) an Volkshochschulen ("Arbeiteruniversität"). Seit Beginn der Privatisierung hat sich ein breiter Weiterbildungsmarkt organisiert; die Qualität der Anbieter ist extrem unterschiedlich. Es bestehen einige private Fachschulen, die kostenpflichtig sind (pro Semester ca. 400 KM)
Bisher gibt es keine überregionale Einrichtung der Weiterbildung. Einige Organisationen verfügen über "Filialbetriebe" in mehreren Städten.
In fast allen größeren Städten und Gemeinden bestehen die "Arbeiteruniversitäten", die den deutschen Volkshochschulen entsprechen. Die Qualität ist sehr unterschiedlich, gemessen an privaten Anbietern sind die Kurse preisgünstig:
Ein breites Angebot mit sehr unterschiedlicher Qualität und Preisen gibt es bei privaten Anbietern in den Bereichen EDV und Fremdsprachen.
IT Professional, Association of Information Technology
Banja Luka
Tel.: 051 469-302
Dauer 5 Monate, Beginn monatlich, 5 Fachprüfungen
Preis: 500 KM
Abschluss: "Majklsoft System Ingenieur"
Internet:
http://www.itprofessional.org
LOK, Institut für Organisation und Ökonomie d.o.o.
Sarajevo
Tel.: 033 664-720, 033 444-651
Kontaktperson: Nusret Čaušević
Internet: http://www.lok.ba
Die besten Informationen gibt es über die Wirtschaftskammern in Sarajevo und Banja Luka. Bei beiden Kammern besteht auch die Möglichkeit, für verschiedene technische Berufe ein Zertifikat der "TÜV-Akademie" zu erwerben. Ein zentrales Informationssystem besteht dagegen nicht.
Bosna Sema – Education Center – Internet Club
Sarajevo
Tel.: 033 232 914
Informationen spezielle für Frauenprogramme erhält man bei
Frauenvereinigung "Duga"
Banja Luka
Tel.: 00387 51 315-882
Mittelwirtschaftsschulen, Handelschulen, Metallbearbeitungsschulen, und Maschinenbaufakultäten organisieren außerordentliche Prüfungen für Handwerker- und Technikerberufe. Die Kosten für außerordentliche Prüfungen betragen ca. 700 – 800 KM. Mindestens zweijährige praktische Erfahrungen sind Bedingung.
Firmen organisieren zur Zeit keine Weiterbildungsmaßnahmen. Ausnahmen sind gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungen, z.B. für Buchhalter und Rechnungsprüfer.
Die Kosten für Kurse, die der "Bund der Buchhalter und Revisoren" durchführt, betragen 650 KM. Diese Kosten werden in vielen Fällen von den Firmen getragen. Weiterhin finanzieren einige Firmen die Erlangung von technischen Zertifikaten (TÜV-Zertifikat).
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