|
Networking Asia / Africa / Southeast Europe |
|||
|
|
|||
|
|||
Einreisemodalitäten, Transportsystem, Kommunikationssystem, Lebenshaltungskosten, Versorgung, Medizinische Versorgung, Diskriminierte Gruppen, Ausbildungssystem, Erwachsenen- und Weiterbildung
Um nach Kambodscha einzureisen, braucht man einen gültigen Reisepass.
Nach einer neuen Regelung darf seit Juli 2002 der alte Reisepass nicht mehr verlängert werden. Der alte Pass kann jedoch bis zum Ablauf seiner Gültigkeit benutzt werden.
Ein Antrag auf Erhalt eines neuen Reisepasses muss bei der Botschaft des Königreiches Kambodscha in Deutschland gestellt werden. Jeder kambodschanische Staatsbürger ist antragsberechtigt. Die reguläre Bearbeitungszeit liegt bei 4 Wochen und kostet pro Pass ca. US$ 120. Für eine schnelle Bearbeitung innerhalb einer Woche muss man ca. US$ 220 zahlen.
Für kambodschanische Staatsbürger bedarf es keines Einreisevisums. Jedoch müssen zwei Formulare ausgefüllt werden, die bereits im Flugzeug verteilt werden:
Es gibt zwei Ausgänge: einen für zollfreie Sachen (persönliche Sachen) und einen anderen für zollpflichtige Waren.
Folgende Artikel müssen verzollt werden:
Bei der Luftfracht kann der Rückkehrer seine Sachen im Cargo-Gebäude gegenüber dem Flughafen entgegennehmen.
Nach dem Empfang eines Bescheids über die Ankunft von Gepäckstücken muss der Rückkehrer als erstes in das Zentralzollamt in Phnom Penh gehen, um eine Zollerklärung abzugeben bzw. einen Antrag zur Befreiung von Zoll für die Sachen zum persönlichen Gebrauch zu stellen. Danach kann der Rückkehrer gegen Abgabe der entsprechenden schriftlichen Bescheinigung von Zollbeamten seine Sachen im Cargo-Gebäude abholen.
Man muss die Frist für die gebührfreie Lagerung der Gepäckstücke beachten.
Bei der Seefracht ist das Verfahren so wie bei der Luftfracht.
Als Abholort kommt entweder der Seehafen im Sihanouk Ville oder der Seehafen in Phnom Penh in Frage, je nach dem ausführenden Transportunternehmen.
Für Verbindungen zwischen zwei Städten hat man die Möglichkeit, mit dem Bus, der Eisenbahn oder dem Schnellboot zu fahren. Die Fahrzeuge fahren nach festen Abfahrtszeiten von den entsprechenden Bahnhöfen bzw. Häfen.
Außerdem kann man Sammeltaxis nutzen, die erst losfahren, wenn genügend Leute im Fahrzeug sitzen. Entsprechend fahren diese nicht nach Fahrplan.
Eine weitere, teurere Art, von Stadt zu Stadt zu kommen, ist das Flugzeug. Es gibt Fluhäfen in Phnom Penh, Siem Reap, Battambang, Steng Treng, Ratanak Kiri und Koh Kong.
Innerhalb der Städte und auch zwischen den Ort kann man Taxis nutzen. Motorradtaxi sind innerhalb Phnom Penh am beliebtesten, da es noch keine Buslinie innerhalb Phnom Penhs gibt. Sie sind am günstigsten und schnellsten und kostet für einen Kilometer etwa 500 Riel. Fahrten im Innenstadtbereich kosten zwischen 1.000 und 5.000 Riel.
Das Cyclo ist das klassische Verkehrsmittel der Stadt, wird aber immer mehr vom Mottorradtaxi verdrängt. Zu Besichtigung der Stadt ist das Cyclo viel gemütlicher.
Preise zu den Verkehrsmitteln sind unter dem Punkt Lebenshaltungskosten zu finden.
Postämter gibt in allen Provinzen und großen Städten.
Festnetztelefone gibt in allen Provinzen und der Zentral direkt unterstellten Städten.
Für den Mobilfunk gibt es sechs Netze: 011, 012, 015, 016, 017, 018.
E-Mail kann genutzt werden in Verbindung mit dem Festnetztelefon, 012 und 016.
Camintel.Com
#1, Sisowath Blvd., Phnom Penh
Tel.: 00855-23-981 234
Fax: 00855-23-981 277
E-Mail: sales@camintel.com
Website: http://www.camintel.com
Kontakt: Nhek Korsal Vyphyea
CCIS
#95-97, Sihanouk Blvd., Phnom Penh
Tel.: 00855-23-724 541/2
Fax: 00855-23-724 540
E-Mail: info@camet.com.kh
Website: http://www.camnet.com.kh
Kontakt: Mao Charya
Telstra Bigpond
#56, Norodom Blvd., Phnom Penh
Tel.: 00855-23-430 000
Fax: 00855-23-430 001
E-Mail: sales@bigpond.com.kh
Website: http://www.bigpond.com.kh
Kontakt: Paul Blanche Horgam
Mit dem Flughafen-Taxi kosten eine Fahr vom Flughafen nach Phnom Penh US$ 7, mit Motrradtaxi außerhalb der Flughafengeländes 4.000 Riel.
| Von Phnom Penh nach | Preis | Fahrzeit |
| nach Sihanouk Ville | 10.000 Riel | 4 Stunden |
| nach Kompong Cham | 6.000 Riel | 2,5 Stunden |
| nach Ta Koa | 4.500 Riel | 3 Stunden |
| nach Ta Kmao | 1.000 Riel | 0,5 Stunden |
| nach Kampong Chnang | 4.500 Riel | 2,5 Stunden |
| Von Phnom Penh nach | Preis | Fahrzeit |
| Kampot | 2.600 Riel | ca.7 Stunden |
| Sihanouk Ville | 4.000 Riel | ca.12 Stunden |
| Pursat | 2.500 Riel | ca. 10 Stunden |
| Battambang | 4.200 Riel | ca. 14 Stunden |
| Von Phnom Penh nach | Preis | Fahrzeit |
| Kampong Chnang | 15.000Riel | ca. 2 Stunden |
| Siem Reap | 50.000 Riel | ca. 5 Stunden |
| Kampong Cham | 15.000 Riel | ca. 2,5 Stunden |
| Kratie | 30.000 Riel | ca. 5 Stunden |
| Steng Treng | 55.000 Riel | ca. 8 Stunden |
| Von Phnom Penh nach | Preis | Fahrzeit |
| Sihanouk Ville | 10.000 Riel/Pers. | 3 Stunden |
| Kampot | 8.000 Riel/Pers. | 4 Stunden |
| Kompong Cham | 8.000 Riel/Pers. | 2,5 Stunden |
| Ta Koa | 5.000 Riel/Pers. | 3 Stunden |
| Kampong Chnang | 8.000 Riel/Pers. | 2,5 Stunden |
| Pursat | 15.000 Riel/Pers. | |
| Battambang | 25.000 Riel/Pers. | |
| Kampong Thom | 10.000 Riel/Pers. | |
| Siem Reap | 40.000 Riel/Pers. | |
| Svay Rieng | 15.000 Riel/Pers. |
| Von Phnom Penh nach | Preis |
| Sihanouk Ville | 60.000 Riel |
| Kampot | 50.000 Riel |
| Kompong Cham | 50.000 Riel |
| Ta Koa | 30.000 Riel |
| Kampong Chnang | 50.000 Riel |
| Pursat | 90.000 Riel |
| Battambang | 150.000 Riel |
| Kampong Thom | 60.000 Riel |
| Siem Reap | 250.000 Riel |
| Svay Rieng | 90.000 Riel |
| Von Phnom Penh nach | Preis | Flugzeit |
| Siem Reap | US$ 50 | 45 Minute |
| Battambang | US$ 45 | 45 Minute |
| Steng Treng | US$ 45 | 45 Minute |
| Ratanak Kiri | US$ 55 | 55 Minute |
| Koh Kong | US$ 50 | 40 Minute |
In den Guesthouses gibt es generell einfache Zimmer mit WC und Dusche. Alle Zimmer in den verfügen über einen Ventilator und ein Moskitonetz. In solchen Guesthouses kostet ein einzelnes Zimmer US$ 5, ein Doppelzimmer US$ 7.
In der Preislage bis US$ 10 für ein Einzelzimmer und US$ 15 bis 20 für ein Doppelzimmer werden die meisten Zimmer in Kambodscha angeboten. Die Zimmer verfügen über Fernseher, Kühlschrank, Klimaanlage, WC und Bad mit heißem Wasser.
Es gibt noch höhere Preislage über US$ 20 für ein sauberes Doppelzimmer mit Fernseher (Satellitenempfang). Die nächste Kategorie sind anspruchvolle Hotels mit der Preislage von US$ 45 für ein Doppelzimmer. Die Hotels verfügen überdies über einen Swimmingpool.
Luxushotel mit internationalem Standard gibt es nur in Phnom Penh und in Siem Reap und kosten ab US$ 100 bis US$ 500.
Ein Essen für eine Person im standardmässigen Restaurant, in dem das Essen unter akzeptablen hygienischen Bedingungen zubereitet und serviert wird, kostet durchnittlich US$ 6.
| Rindfleisch (1. Wahl) | 10.000 Riel / kg |
| Schweinefleisch (1. Wahl) | 10.000 Riel / kg |
| Hühnerfleisch (1. Wahl) | kostet 9.000 Riel / kg |
| Reis (1. Wahl) | 1.400 Riel / kg |
| Gemüse, alle Sorten | durchschnittlich 1.600 Riel / kg |
| Mineralwasser 1 l | 4.000 Riel |
| ein Dose Bier (0,33 l) | 3.000 Riel |
| Limonade (0,33 l) | 1.500 Riel |
Wohnung 32 Quadratmeter ca. US$ 80 (Kaltmiete) in der Stadt, außerhalb etwas
billiger
Reihenhaus ab 72 Quadratmeter ca. US$ 180 bis 280 im Zentrum
Reihenhaus direkt am Markt zugunsten des Gewerbes ab US$ 300
Wohnhaus mit Garten und geschützter Mauer ab US$ 500
Für ein angemessenes Alltagsleben pro Person bedarf es mindestens US$ 150 (ohne Miete/Strom/Wasser/Kleidung).
Ein gebrauchte Autos in gutem Zustand:
Baujahr 1987 ab 2.000 Dollar
Baujahr 1990 ab 4.500 Dollar
Baujahr 1995 ab 8.000 Dollar
Ein neue Autos ist teuer als in Europa wegen der Einfuhrzölle von 100 % bis 120 %
bebaute Grundstücke: pro Quadratmeter ab US$ 15, abhängig von Umgebung, in
ländlichen Gebieten kann der Preis geringer sein.
ein Reihenhaus (Erdgeschoss) 4m x 16m ab US$ 20.000, im Zentrum bzw. direkt am Markt kostet bis zu
US$ 40.000.
ein Wohnhaus (8m x 10m) und Grundstück (15m x 25m) kostet am Rand der Stadt ab US$ 50.000; in der
Stadt ab US$ 80.000.
Zur Zeit beträgt Durchschnittseinkommen, vor allem im staatlichen Bereich monatlich 120.000 Riel (ca. US$ 30) im Vergleich zum monatlichen Lohn in einem privaten Textilfabrik von mindestens US$ 40. Deshalb bleibt ein staatlicher Angestellt im Büro nur für 2 bis 3 Stunden und betätigt sich in einem Nebenjob, da sein staatliches Einkommen nicht für die Versorgung angemessen ist. Der Verdienst im Privatunternehmen, z. B. Sekretärarbeit, beträgt mindestens US$ 120. Da der monatliche Verdienst im staatlichen Sektor unter dem Minimum des notwendigen Existenzbedürfnisses liegt, und von dessen Höhe die Höhe von einer Pension abhängig ist, wird eine Pension immer noch geringer als ein Gehalt selbst.
Die Lebensmittelversorgung in Kambodscha ist saisonal abhängig. Es gibt entsprechend der Jahreszeiten verschiedene Angebote an Lebensmitteln. Informationen zu den Preisen der Lebensmittel findet man unter dem Punkt Lebenshaltungskosten.
Ernährung ist auch ein ernstes Problem in Kambodscha. 49,3 % der Kinder unter fünf Jahren leiden an Untergewicht. Ein großer Teil der Bevölkerung leidet am armen Wohnverhältnis. Die ländliche Bevölkerung erleidet einen viel schlechteren Zustand als die städtische Bevölkerung.
Die Versorgung mit Trinkwasser beschränkt sich auf die Städte. Nur 32 % der kambodschanischen Bevölkerung haben Zugang zum sicherem Trinkwasser.
Die Versorgung mit sanitären Einrichtungen sieht schlecht aus im Lande. Nur 14 % haben Zugang zu den Toiletteneinrichtungen.
In Phnom Penh, den Provinzhauptstädten von Sihanouk Ville, Kampot, Takao, Battambang, Kampong Cham, Siemriep und Rattanakiri ist die Stromversorgung rund um die Uhr gewährleistet. In anderen Gebieten wird die Versorgung fast ausschließlich durch einzelne Privatanbieter gewährleistet. Strom gibt es dann nur für bestimmte Zeit am Tag, beispielsweise zwischen 18 und 22 Uhr. Nur 15 % der Gesamtbevölkerung hat Zugang zu Elektrizität.
Das Gesundheitssystem in Kambodscha ist immer noch unzureichend. Nur 1/5 der Bevölkerung hat einen Zugang zur Klinik in ihrem eigenen Dorf. Ein weiteres Fünftel muss mehr als fünf Kilometer reisen, um die nächste Gesundheitseinrichtung zu erreichen. Die Krankenhäuser sind mit der veralteten Gesundheitsinfrastruktur ausgerüstet.
Laut Gesundheitsministerium werden heute viele medizinische Einrichtungen mit Unterstützung von internationalen Geldgebern vergrößert, um die Gesundheitsversorgung für die Bürger zu verbessern. Ausgehend davon soll es je Gemeinde ein Gesundheitszentrum, je Kreis ein Krankenhaus und je Provinz Krankenhaus geben. Zur Zeit gibt es 153 Krankenhäuser in Kreisen und Provinzen, 499 Gesundheitszentren in den Gemeinden, 5 Gesundheitsämter und 8 nationale Krankenhäuser. Daneben gibt es viele private Kliniken.
Nach dem Bericht des Gesundheitsministeriums im März 2001 gibt es 2.397 Ärzte und medizinische Assistenten, 6.855 erste und sekundäre Krankenschwester, 2.739 erste und sekundäre Hebammen und 23.434 Mitarbeiter im Gesundheitswesen auf allen Ebenen (Städten, Provinzen, Kreisen und Gemeinden). Wegen des geringen Gehalts sind viele Stäbe nur schlecht motiviert.
Die Last von Gesundheitsversorgungskosten ist für die Armen viel größer als für die Wohlhabenden. Deswegen benutzen sie das öffentliche Gesundheitssystem nicht so gern. Sie wollen sich selbst medizinisch behandeln, das heißt, sie kaufen die Arznei direkt von dem Apotheken oder dem traditionellen Heiler. Im Durchschnitt hat jeder Kambodschaner jährlich nur 0,35 medizinische Kontakte zur öffentlichen Gesundheitsdienstleistung.
Die Kambodschaner, sowohl Kinder als auch Erwachsene, sind höheren Risikofaktoren in Gesundheit ausgesetzt und die Sterblichkeitsrate liegt höher als in anderen Ländern des ASEAN. Bereitstellungen von öffentlichen Gesundheitsdienstleistungen in Kambodscha sind im Vergleich mit den Nachbarländern sehr unzureichend. Die geringe öffentliche Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen stellte eine schwere Finanzlast für die kambodschanischen Bevölkerung dar.
Unterernährung beeinträchtigt die Gesundheit der Kinder. Anämie und Unterernährung können zu Schwangerschaftskomplikation oder zum Tod führen. 43,9 % der Frauen sind untergewichtig. Ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter armen Wohnverhältnis.
Eine weitere Hauptursache für Sterblichkeit sind Malaria und Tuberkulose. Jedes Jahr werden in Kambodscha 500.000 Fälle von Malaria gemeldet. Schätzungsweise leiden 4,5 pro 1.000 Menschen an den oben genannten Krankheiten.
Laut Statistik vom 1998 leben fast 11,5 Millionen Menschen im Königreich Kambodscha, davon sind 51,8 % Frauen. Von der Gesamtbevölkerung wohnen nur fast 1,8 Millionen (15,7 %) in der Hauptstadt und den verschiedenen Provinzstädten.
Die Menschen ab dem Alter von 25 Jahren, die mindestens eine Basisausbildung (Lesen, Schreiben und Rechnen) bis zum abgeschlossenen Abitur erworben haben, sind folgende:
| Bildungsstufe | Anteil an Gesamtbevölkerung(%) | Männlicher Anteil an Gesamtbevölkerung (%) | Weiblicher Anteil an Gesamtbevölkerung(%) |
| ohne Bildungsstufe | 2,10 | 0,96 | 1,14 |
| Primäre Schule 1. bis 5. Klasse | |||
| nicht voll beendet | 56,60 | 22,98 | 33,62 |
| voll beendet | 24,70 | 14,16 | 10,54 |
| Oberschule 6. bis 9. Klasse | |||
| nicht voll beendet | 11,80 | 6,86 | 4,94 |
| voll beendet | 4,00 | 2,65 | 1,35 |
| erweiterte Oberschule 10. bis 12. Klasse | 0,80 | 0,56 | 0,2 |
| Arbeitende Kinder | 672.038 |
| Arbeitsunfähige Behinderte | 169.058 |
| Prostituierte | steigend |
| Minderjährige Prostituierte in PhnomPenh | 650 |
| Kinder unter 5 bis 13 Jahre alt arbeiten mehr als25 Stunden / Woche und besuchen nicht die Schule | 65.000 |
| Unversorgte Waisenkinder | 2.500 |
| Straßenkinder in Phnom Penh | 1.300 |
| Minderjährige Straftäter | 2.900 |
| Drogensüchtige Kinder | 560 |
Nur 15,5 % der Frauen leben in Städten. Über 60 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft sind Frauen. Die Lesefähigkeitsrate der Frauen liegt bei insgesamt 57 %, darunter in Städten 70,8 % und auf dem Land 54,3 %. 67 % der Arbeitskräfte in den Fabriken, vor allem im Textilsbereich sind Frauen.
Das Analphabetentum in ländlichen Gebieten liegt bei über 80 %. Nur 19 % der Studenten sind Frauen.
Seit der Einführung des freiheitlich-demokratischen Mehrparteiensystems, verbunden mit der Durchführung der freien Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung wird die Rolle der Frauen verfassungsrechtlich anerkannt. Ihnen werden die gleichen Rechte wie den Männern eingeräumt und die Gleichheitsrechte werden durch folgende Verfassungsbestimmungen gewährleistet:
Artikel 36: Khmer-Staatsbürger beiderlei Geschlechts haben das Recht, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu erhalten. Die Hausfrauenarbeit hat den gleichen Wert wie Einkommen durch die Arbeit außerhalb des Hauses.
Artikel 45: Jede Art der Diskriminierung von Frauen ist verboten. Jede Ausbeutung der Arbeit von Frauen ist verboten. Mann und Frau haben in allen Bereichen gleiche Rechte, insbesondere bei der Eheschließung und in der Familie.
Artikel 46: Verboten ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen Schwangerschaft. Staat und Gesellschaft richten ihr Augenmerk auf die Förderung der Frauen, insbesondere der auf dem Land lebenden sowie der alleinstehenden, und gewähren ihnen Unterstützung für die Ausübung eines Berufes, für Möglichkeiten der medizinischen Betreuung und des Schulbesuches ihrer Kinder sowie für angemessene Lebensbedingungen.
Die Realität in Kambodscha hinkt dem in der Verfassung formulierten Anspruch, der selbst in westlichen Demokratien noch nicht verwirklicht wurde, weit hinterher. Scheidungen sind zwar gesetzlich möglich, doch gesellschaftlich inakzeptabel. Aus Angst, zusammen mit ihren Kindern ohne finanzielle Absicherung und in sozialer Ächtung zu leben, haben viele Frauen keine andere Wahl, als trotz Missbrauch und Ausbeutung bei ihren Männern zu bleiben.
Zur Zeit gibt es viele einheimische Frauenverbände bzw. frauenrechtlich bezogene NGOs, die sich in Phnom Penh und andere Provinzstädten niedergelassen haben. Sie sind aktiv mit der Arbeit der Frauen/Kinderförderung beschäftigt. Sie organisieren von dort aus ihre Tätigkeiten auf dem Land, betreiben Öffentlichkeitsarbeit und machen bei verschiedenen staatlichen Institutionen, vor allem dem Ministerium für Frauenangelegenheiten aufmerksam auf die Probleme, mit denen Frauen im täglichen Leben konfrontiert sind.
Im Gegensatz zu den Traditionen, gemäß denen der Mann der Chef der Familie ist und von der Frau Loyalität und Unterwürfigkeit verlangt wird, spielen die Frauen jedoch eine bedeutende Rolle im gegenwärtigen Familienleben. Die Realität zeigt, dass Frauen über ein großes Maß an Autorität zur Mitbestimmung innerhalb der Familie verfügen. Obwohl viele Frauen immer noch von ihren Männern finanziell abhängig sind, haben sie jedoch einen bedeutenden Einfluss bei finanziellen, häuslichen und die Erziehung betreffenden Entscheidungen für das familiäre Alltagsleben. Die Zukunftspläne der Kinder werden überwiegend von der Frau gestaltet. Mit der Rolle als Mutter liegt eine der wichtigen Aufgaben der Frau innerhalb der Familie darin, ein harmonisches häusliches Umfeld zu schaffen und die Familie zusammenzuhalten.
Trotzdem gibt es immer sehr eingeschränkte Möglichkeiten dafür, dass die Frauen eine verantwortliche Position in der Gesellschaft, Politik/Verwaltung und der Wirtschaft erreichen können. Die konservative Haltung sehr eng gebunden mit dem alt traditionellen Vorurteil gilt immer noch als Gegenzug für einen modernen gesellschaftlichen Rahmen zugunsten der demokratische Teilnahme der Frauen in diesen Bereichen.
Obwohl laut Verfassung die staatliche Grundschule für die Bürger kostenlos ist und die Schulpflicht für alle Kinder ab 6 Jahren gilt, wird das in der Realität nicht ganz umgesetzt. Dies betrifft meisten Kinder, die aus sehr armen Familien kommen oder Waisenkinder ohne Betreuung. Wegen finanzieller Notwendigkeit für Lebensunterhaltung der Familie ist diese Kindergruppe gezwungen, Kinderarbeit zu leisten bzw. sich zu verkaufen.
Grundschule: 1. bis 5. Klasse
Mittelschule: 6. bis 10. Klasse
Oberschule: 11. bis 12. Klasse und Abitur
Der Besuch in den staatlichen Grund- und Oberschulen sind für alle kostenlos. In der allgemeinen Bildung haben fast jede Gemeinde eine Grundschule und jeder Kreis eine Oberschule für beide Stufe. Nach der Bildungsstatistik im Jahre 2000 sind 874 Kindergärten (50.597 Kinder) 5.274 Grundschule (2.211.738 Schüler) 363 Mittelschulen (233.278 Schüler) und 140 Oberschulen (108.213 Schüler) vorhanden.
Die Budgetzuteilung für das Bildungswesen ist immer noch beschränkt. Schuleinrichtungen sind sehr arm und verlassen sich zum größten Teil auf Gelder aus Entwicklungshilfe und Privatspenden. Außerdem ist die Qualität der Lehre niedrig aufgrund der niedrigen Gehälter der Lehrer und aufgrund des Mangels an Erziehungsrichtlinien in Kambodscha.
Nach der amtlichen Statistik ist ein Fortschritt bezüglich der Lesefähigkeitsrate und Schuleinschreibung gemacht geworden. Aber der Ausbildungsstand ist noch sehr arm. Die Menschen ab 25 Jahren, die mindestens eine Basisausbildung (Lesen, Schreiben und Rechnen) bis zum abgeschlossenen Abitur erworben haben, sind folgende:
| Bildungsstufe | (%) an Gesamtbevölkerung | (%) Männlich | (%) Weiblich |
| ohne Bildungsstufe | 2,1 | 0,96 | 1,14 |
| Grundschule 1. bis 5. Klasse | |||
| Nicht vollendet | 56,6 | 22,98 | 33,63 |
| Vollendet | 24,7 | 14,16 | 10,54 |
| Mittelschule 6. bis 9. Klasse | |||
| Nicht vollendet | 11,8 | 6,86 | 4,94 |
| Vollendet | 4 | 2,65 | 1,35 |
| Oberschule 10. bis 12. Klasse | 0,8 | 0,56 | 0,2 |
Für die Berufsausbildung gibt es vier staatliche technische Institutionen, außerdem privaten Unterricht und staatliche Berufsausbildung auf allgemeinem Niveau. Im privaten Unterricht und in der Berufsausbildung werden folgende Kurse angeboten: Englisch, Französisch, Computer, Management, Informatik, Tourismus, Reiseführer, Buchhaltung, Kfz-Reparatur usw.
In den Hochschulen kann man die Abschlüsse Bachelor und Master erhalten.
Der Besuch in einer staatlichen Hochschule setzt ein abgeschlossenes Abitur und Aufnahmeprüfung voraus. Es gibt acht staatliche Hochschuleinrichtungen:
Sie wurde im Jahre 1960 gegründet und im Jahre 1988 mit dem Lehrer-Training-College und der Sprachinstitut zusammengeschlossen. Es gibt elf Fakultäten, welche sechs im Bereich der Sozialwissenschaften und fünf in den Naturwissenschaften liegen.
Das Institut hat fünf Fakultäten: Konstruktion, Elektronik, landwirtschaftliche Hydraulik, Bergwerke/Geologie und Industriechemie.
Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt im Bereich Management.
Hier studiert man 4 Jahre, um ein Bachelor degree in Law bzw. Ökonomie zu erwerben.
Hochschule für Pädagogik, Hochschule für Medizin, Hochschule für Landwirtschaft, Hochschule für Künste
In den letzten 5 Jahren sind viele private Hochschule (ca. 10 Universitäten und Hochschulen) gegründet worden, die sich aber nur in Phnom Penh konzentrieren. Der Aufnahme für Bachelor-Studium bedarf eines abgeschlossenen Abiturs. Das Studium zur Erlangung eines Bachelor-Abschlusses kostet pro Student ca. 380 US$ und dauert 4 Jahre. Ein Master-Studium kostet 780 US$ und dauert zusätzlich 2 Jahre.
Leider ist sowohl bei den staatlichen, als auch bei den privaten Hochschulen die Qualität der Lehrer schlecht.
Bei privaten Einrichtungen kann man ein Associate Degree erwerben. Dafür muss man ca. 290 US$ im Jahr zahlen. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und hat einen erfolgreichen Abschluss der 12. Klasse mit oder ohne Abitur zur Voraussetzung.
Wenn man ein Bachelor Degree oder ein Master Degree erwerben möchte, muss man dafür 390 US$ pro Jahr bei einer Dauer von 4 Jahren für ein Bachelor Degree oder 790 US$ pro Jahr bei einer Dauer von 2 Jahren für ein Master Degree zahlen. Voraussetzung für ein Masterstudium ist ein Bachelor Degree.
Es besteht die Möglichkeit, neben dem Beruf eine Weiterbildung zu absolvieren. Es werden verschiedene Kurse angeboten, vor allem Trainingskurse wie Sprachkurse (englisch, französisch, chinesisch usw.), EDV-Kurse und Kurse in Buchhaltung. Diese Weiterbildungsangebote gibt es in allen Städten.
Auch manche Betriebe bieten Weiterbildungsmöglichkeiten an. Dies sind vor allem staatliche Einrichtungen und einige internationale Organisationen sowie einheimische NGOs. Diese Weiterbildungsmöglichkeiten werden zumeist von den Betrieben oder durch Drittmittel finanziert.
| website sponsored by: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (BAFl) through European Refugee Fund (ERF), and Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) through Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |
| website administered by: AGEF gGmbH, Berlin, info@agef.de , www.reintegration.net, www.agef.net |