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Networking Asia / Africa / Southeast Europe |
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Einreisemodalitäten, Transportsystem, Kommunikationssystem, Lebenshaltungskosten, Versorgung, Medizinische Versorgung, Diskriminierte Gruppen, Ausbildungssystem, Erwachsenen- und Weiterbildung
Man muss zuerst das Einreiseformular ausfüllen und bei der Passkontrolle abgeben. Dann wird die Deklaration ausgefüllt (diese Formulare liegen normalerweise in der Ankunftshalle auf den Schreibbänken). Nach dem Erhalt des Gepäcks wird man durch den Zoll kontrolliert. Wenn man große Gepäckstücke einführt, muss man die Baggage Identification Card vorzeigen.
Wenn man zu viel Handgepäck mit sich führt, wird man kontrolliert. Falls das Reisegepäck mehr als 20 kg wiegt, muss man einen Zuschlag für Übergepäck zahlen (nach der Ankunft). Es wird daher empfohlen, wenn man beim Abflug Übergebäck schon bezahlt hat, die Quittungen aufzuheben und nach der Ankunft zu zeigen.
Von Deutschland aus kann man in die Mongolei sowohl mit Luft-, als auch Eisenbahn- oder Seefracht Gepäck in großen Mengen schicken.
Es ist wichtig, dass man gleich nach der Ankunft auf der Deklaration angibt, dass man einen Container oder anderes Gepäck getrennt geschickt hat. Die Deklaration muss zweimal ausgefüllt, vom Zollbeamten abgestempelt und bei sich behalten werden. Anschließend stellt man einen Antrag beim Zollamt von Ulan Bator und schickt eine Kopie der Packliste mit.
Man darf jeweils nur ein größeres elektronisches Gerät einführen.
Wenn man Möbel mit einführt, sollen diese gebraucht sein und gelten als Umzugsgüter. Wenn man neue Möbel einführt, muss man Steuern zahlen.
Ein Container von 20 t kostet zwischen Berlin und Ulan Bator mit der transsibirischen Eisenbahn ca. 3.100 Euro und dauert 4 bis 6 Wochen. Hier wird empfohlen eine Diebstahlversicherung abzuschließen, diese kostet 0,05 % (Stand 2001) des gesamten Wertes.
Seefracht ist dagegen sicherer. Ein Container der gleichen Größe kostet zwischen Berlin und Ulan Bator ca. 3.000 Euro, aber man muss mit einer Dauer von mindestens mit 8 Wochen rechnen.
Ab einem Warenwert von über 1.000 Euro muss man Steuer zahlen.
Die Mehrwertsteuer und die Zollgebühr betragen zusammen 20,65 %.
In Ulan Bator fahren öffentliche und private Busse. Eine Busfahrt kostet unabhängig von der Strecke und Fahrtdauer pro Person 200 Tugrik, sowohl in öffentlichen als auch in privaten Bussen.
Die Fahrkarte im Trolleibus (Trolleibusse sind staatlich) kostet 100 Tugrik.
Eine Busfahrkarte vom Flughafen nach Ulan Bator kostet 200 Tugrik.
In Ulan Bator gibt es viele Taxis. Eine Taxifahrt kostet pro Kilometer 200 bis 250 Tugrik. Vom Flughafen nach Ulan Bator bezahlt man zwischen 5.000 uns 6.000 Tugrik.
Besonders in der Hauptstadt Ulan Bator und auch in anderen größeren Städten wie Darkhan und Erdenet besitzen viele Haushalte eigene Autos.
Die Kraftstoffpreise wurde im Herbst 2002 erhöht. 1 l Benzin in Ulan Bator kostet:
| Sommer 2002 | November 2002 | |
| A 76 | 295 Tugrik | 350 Tugrik |
| A 93 | 380 Tugrik | 420 Tugrik |
| Diesel | 380 Tugrik | 420 Tugrik |
Eine Briefsendung aufs Land dauert 7 bis 14 Tage. Ein Brief ins Ausland braucht eine Woche bis 10 Tage.
Auf den Postämtern kann man auch Faxe versenden. Dabei gelten in der Regel die folgenden Preise:
| Entfernung | Fotobilder / pro Seite | Dokumente | Servicegebühr | |
| Erste Seite | Nachfolgende Seite | |||
| Bis 300 km | 500.00 | 250.00 | 100.00 | |
| 301 bis 700 km | 625.00 | 300.00 | 130.00 | |
| Ab 701 km | 700.00 | 350.00 | 165.00 | 200.00 |
29 % aller Haushalte in den Städten benutzen ein Telefon. Auf dem Land haben nur 2 % der Haushalte ein Telefon.
Mobiltelefone sind in der Hauptstadt weit verbreitet. In den folgenden Aimags können auch
Mobiltelefone genutzt werden:
Ulan Bator, Erdenet, Darkhan, Selenge, Altanbulag, Khutul, Zuunkharaa, Nalaikh, Baganuur, Bagakhnagai,
Zuunmod, Kharakorum, Arwaikheer, Choir, Sainshand, Zamyn Uud, Dornod, Dundgobi, Umnugobi, Arkhangai, Khentii,
Khovd.
Quelle: Udriin Sonin, 22.10.2002, S. 8
Es gibt 5 große Internetprovider in der Mongolei: Datacom, Micom, Mobicom, Bodi international und MCS.
In der Hauptstadt Ulan Bator gibt es überall Internetcafes. Viele Haushalte haben einen eigenen Computer und Internetanschluss. Für 20 bis 25 Stunden Nutzung im Monat zahlt man monatlich etwa 10 US$. Auf dem Land ist die Verbreitung von moderner Telekommunikation nicht sehr groß.
Der Internetprovider Micom hat beispielsweise folgendes Angebot:
Registrierung: 10 US$
Monatliche Gebühr zwischen 4 US$ ("Copper") für einen Zugang von 10 Stunden im Monat und
65 US$ ("Platinum") für einen unbegrenzten Zugang. Der Zugang von 0 Uhr bis 7 Uhr ist kostenlos.
Zusätzlich erhält man eine E-Mail-Adresse und Webspace (10 bzw. 50 MB).
Weitere Informationen dazu sind zu finden unter http://www.micom.mng.net.
Bus: 200 tg
Minibus: 200 tg
Taxi: 200 bis 250 tg pro Kilometer
Einzelzimmer: zwischen 79 US$ und 113 US$.
Doppelzimmer: zwischen 113 US$ und 169 US$.
Einzelzimmer: zwischen 80 US$ und 145 US$.
Doppelzimmer: zwischen 103 US$ und 160 US$.
Einzelzimmer: zwischen 69 US$ und 138 US$.
Doppelzimmer: zwischen 103 US$ und 184 US$.
In billigen Hotels kostet eine Übernachtung für einen Inländer ab 6 US$, für Ausländer ab ca. 10 US$. Es gibt viele solcher Hotels in der Hauptstadt. Auf dem Lande kosten die Hotels für Inländer ab US$, für Ausländer ab ca. 5 bis 6 US $ pro Übernachtung.
Bei dem Konsumverhalten im Bereich der Lebensmittel konnte man in den letzten Jahren einige interessante Beobachtungen machen. Traditionell sind Fleisch, Mehl und Milchprodukte die Hauptnahrungsmittel. Wie in allen anderen Lebensbereichen so kennen auch hier die Mongolen keine dogmatischen Regeln. Nach einer relativ kurzen Einführungszeit halten viele neue Nahrungsmittel Einzug in die Küche der mongolischen Haushalte. War zum Beispiel der Verbrauch an Eiern vor etwa zehn Jahren kaum erwähnenswert, so hat das Ei heute einen festen Platz gefunden.
| Lebensmittel | Preis |
| Brot | Ab 250 tg / Stück |
| Schwarzbrot | Ab 350 tg / Stück |
| Hammelfleisch | 750 bis 790 tg / kg |
| Rindfleisch | 1.100 bis 1.600 tg / kg |
| Ziegenfleisch | Ab 750 tg / kg |
| Pferdefleisch | Ab 500 tg / kg |
| Kamelfleisch | Ab 650 tg / kg |
| Wurst | Ab 1.400 tg / kg |
| Kartoffeln | 200 bis 300 tg / kg |
| Zwiebeln | 350 bis 500 tg / kg |
| Weißkohl | 250 bis 600 tg / kg |
| Möhren | 250 bis 300 tg / kg |
| Rote Beete | 450 bis 500 tg / kg |
| Knoblauch | 600 bis 900 tg / kg |
| Tomaten | 1.500 bis 1.800 tg / kg |
| Gurken | 900 bis 1.600 tg / kg |
| Paprika | 800 bis 1.600 tg / kg (rote Paprika kostenmehr) |
| Brokkoli | 3.500 bis 4.000 tg / kg |
| Spinat | 1 Bund kostet 500 tg |
| Mehl | 200 bis 600 tg / kg |
| Reis | Ab 400 tg / kg |
| Zucker | Ab 550 tg / kg |
| Banane | Ab 1.000 tg / kg |
| Apfel | Ab 600 tg / kg |
| Mandarine | Ab 800 tg / kg |
| Birne | Ab 1.000 tg / kg |
| Weintrauben | Ab 1.800 tg / kg |
für Büroräume:
Quadratmeter ab 10 US$
für Privaträume:
2-Zimmer-Wohnung: 200 bis 250 US$
3-Zimmer-Wohnung: 300 bis 350 US$
im Kreis von Baga Toirog:
3-Zimmer-Wohnung: 500 bis 800 US$
Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen
1 Quadratmeter kostet zwischen 290 und 650 US$
In Ulan Bator wird sehr viel gebaut. Man kann schnell eine Wohnung finden, wenn man bezahlen kann.
Exel: 2.000 bis 2.300 US$
Elentra: 2.200 bis 2.500 US$
Akzent: 2.500 bis 3.000 US$
Sonata: 4.000 bis 6.000 US$
Toyta Landcruiser, second hand: 18.000 bis 35.000 US$
Nissan Patrol: 10.000 bis 18.000 US$
Nissan Terrano: 7.500 bis 11.000 US$
Mitsubishi Pajero: 9.500 bis 11.000 US$
92.135 tg in den Städten
72.854 tg auf dem Land
45.000 tg in den Städten
16 000 tg im Land
min. 18.000 tg, max. 42.000 tg
Nach dem statistischen Jahrbuch betragen die monatlichen Durchschnittsausgaben für einen Haushalt 101.379 tg. Durchschnittsgröße eines Haushalts beträgt 4,3 Personen. Aber anderen Einschätzungen betragen die Durchschnittsausgaben eines Haushaltes in Ulan Bator mindestens 300.000 tg.
Quelle: Statistisches Jahrbuch 2000
Über die derzeitige Kaufkraft gibt es kaum sinnvolle statistische Belege. Eine reale Einschätzung kann man nur unter Kenntnis und Beobachtung aller Faktoren treffen. Formal gesehen liegt das monatliche Einkommen derzeit um 50 EUR und die Zahl der Verdiener im Haushalt bei mindestens zwei Personen.
Etwa die Hälfte des Haushaltseinkommens wird für die Miete und Energiekosten aufgewendet. Nach dieser Rechnung blieben pro Einwohner vielleicht 5 EUR monatlich für Konsum. Diese Berechnung trifft die tatsächlichen Verhältnisse jedoch nicht, dafür gibt es mehrere Erklärungen. Zum einen arbeitet eine Zahl Mongolen für ausländische Firmen bzw. erzielen im Tourismusgeschäft Deviseneinkommen. Einkommen von 500 EUR im Monat sind unter diesen Umständen keine Seltenheit. Der statistischen Erfassung unterliegen hier natürlich nur offizielle Erwerbseinkommen. Nicht wenige Mongolen erzielen aber mit nicht erfassten Zweiteinkommen bis zu 80 % ihrer Gesamteinkünfte. Zum anderen arbeitet eine nicht geringe Zahl von Mongolen derzeit in Westeuropa bzw. Korea und sorgt somit für einen nicht geringen Devisenfluss in das Heimatland.
| Manager | 450 US$ |
| Buchhalter | 300 US$ |
| Ingenieur | 250 US$ |
| Sekretär | 200 US$ |
| Fahrer | 150 US$ |
| Qualifizierter Arbeiter | 150 US$ |
Es ist auch keine Seltenheit mehr, in manchen privaten Firmen z. B. als Dolmetscher monatlich 400 U$ monatlich mehr verdient.
95 % der Haushalte in den Städten verfügt über Stromversorgung. Auf dem Land haben nur 34 % der Haushalte Strom
Das Gesundheitssystem in der Mongolei basiert auf 2 grundlegenden finanziellen Quellen:
Der Staat finanziert 100 % die Schwangerenberatung und die Geburtshilfe, Kinderheilkunde, Behandlung von Infektionskrankheiten, Onkologischen Krankheiten und Traumatologische Krankheiten (Unfallhilfe). Alle anderen Krankheiten werden von der Krankenversicherung behandelt. Hier werden 90 % der Kosten von der Krankenversicherung und 10 % wird vom Patient selber getragen.
Das Gesundheitsministerium ist das zentrale staatliche Organ des Gesundheitswesens. In jedem Aimak gibt es eine Gesundheitsbehörde, die direkt dem Gesundheitsministerium unterstellt ist. Dieses Behörde ist für alle Kliniken im jeweiligen Territorium zuständig. In der Hauptstadt stehen einige große Kliniken wie 1. und 2. Klinik, Zentrum für Mutter und Kind und die Traumaklinik direkt unter dem Gesundheitsministerium.
Informationen zur Gesundheitspolitik und Umsetzungsschwierigkeiten finden sich hier.
Wenn man krank ist, kann man jederzeit zum Arzt gehen. Man hat in der Mongolei freie Arztauswahl.
Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt. Je nach Wohnlage hat man in der Nähe einen eigenen Hausarzt. Man braucht dort nichts zu bezahlen. Wenn die Krankheit ernst ist oder eine genauere Untersuchung benötigt wird, bekommt man vom Hausarzt eine Überweisung. Man kann auch direkt zu Fachärzten gehen, aber muss diese dann privat bezahlen.
Die Hausärzte haben an den Wochenenden auch Dienst. Nachts kann man die Schnelle Medizinische Hilfe rufen.
Die Zahl der Krankenbetten sank von 1.868 im Jahr 1990 auf 1.434 im Jahr 2000.
Heute tragen private Kliniken 60 % bis 70 % der gesamten ambulanten Untersuchungen und 15 % der stationären Behandlung. Sowohl staatliche als auch private Kliniken behandeln die Patienten auf private Kosten. Die privaten Kliniken bestimmen die Höhe der Behandlungskosten selbst. Alle ambulante Untersuchungen und Labors werden auf Kosten der Patienten durchgeführt. Nur bei staatlichen Behandlungen wird die Krankenversicherung eingeschaltet.
Mit oder ohne Rezept kann man fast alle in Apotheken erhältlichen Medikamente kaufen.
Es gibt in der Mongolei ein Medikamentenversorgungsgesetz. Gem. diesem Gesetz dürfen staatliche und private Apotheken aus allen Ländern der Welt nach eigenen Bestellungen Medikamente importieren. Aber es gibt eine Importmedikamentenauflistung, die 360 Sortimente von Medikamenten beinhaltet, die nicht in der Mongolei produziert werden können. Medikamente, die in der Mongolei produziert werden, dürfen nicht aus dem Ausland importiert werden.
Hepatitis ist sehr verbreitet, aber wenn man richtig vorbeugt, und auf Sauberkeit und Hygiene achtet, hat man keine Probleme. Inzwischen gibt es in fast allen medizinischen Einrichtungen Ein-Weg-Spritzen.
Weitere verbreitete Krankheiten sind
| Krankheit | Zahl der erkrankten Menschen | ||||||
| 1990 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | |
| Hepatitis | 14.278 | 7.877 | 8.198 | 9.394 | 8.042 | 5.249 | 9.235 |
| Windpocken | 810 | 401 | 386 | 253 | 375 | 297 | 569 |
| Salmonellen | 866 | 360 | 323 | 256 | 239 | 243 | 284 |
Gründe für die nicht sinkende Zahl der Infektionskrankheiten sind Armut und die mangelnde Hygiene von Lebensmitteln.
Die Kindersterblichkeit (von Geburt bis zu 5 Jahren) ist erheblich zurückgegangen. Die Zahl im Jahr 1989 betrug bei 1.000 Geburten 60,4 % gewesen, im Jahr 2000 dagegen noch 31,2 % geworden. Trotzdem ist diese Zahl noch vergleichsweise hoch und es wird weiterhin daran gearbeitet, die Kindersterblichkeit zu verringern.
Die Müttersterblichkeit liegt bei etwa 157 pro 10.000 Geburten. Als Hauptgründe dafür werden zum einen die schlecht entwickelte Infrastruktur, besonders der Kommunikation, zum anderen die schlechte Schnelle Medizinische Hilfe gesehen.
Die WHO hat ein spezielles Impfprogramm für die Mongolei erarbeitet. 100 % von diesen Impfprogrammen werden von der WHO finanziert. 99 % der Kinder von 0 bis 14 Jahren werden ins Impfprogramm einbezogen. Nach jeder Entbindung wird im Krankenhaus jeder Säugling gesetzmäßig geimpft und die Impfung im Impfausweis eingetragen.
| 24 - 48 h nach der Geburt |
2. Monat | 3. Monat | 4. Monat | 8. - 11. Monat |
1 Jahr | 2 Jahre | 8 Jahre | 15 Jahre | |
| Tuberkulose | X | X | X | ||||||
| Kinderlähmung | X | X | X | X | X | ||||
| Hepatitis B | X | X | X | X | |||||
| Diphterie-Keuchhusten-Tetanus | X | X | X | X | |||||
| Tetanus-Diphtherie | X | X | |||||||
| Masern | X | X |
Quellen:
Statistisches Jahrbuch 2000
Bericht der Menschenrechtssituation in der Mongolei, Udriin sonin, 02.11.2002, S. 4
Wenn das Pro-Kopf-Einkommen einer Familie unter 40 % der von der Regierung festgelegten Grenze liegt, werden diese Menschen zur sozial schwachen Gruppe der Gesellschaft gezählt. In Ulan Bator liegt der Grenzwert bei 23.650 Tugrik (ca. US$ 20) pro Person monatlich. Diese Menschen erhalten folgende Unterstützungen von den jeweiligen Sozialämtern:
Es gibt bis jetzt 2 bis 3 bekannte offiziell registrierte Fälle mit AIDS-Erkrankten. Diese Menschen sind genauso berechtigt zu arbeiten, behandelt zu werden etc.
Homosexualität ist eher tabu.
Das Bildungsniveau der mongolischen Bevölkerung ist hoch, die allgemeine Schul- und Hochschulausbildung entspricht in jeder Form dem Stand der osteuropäischen Staaten.
31,3 % der Kinder zwischen 3 und 7 Jahren gehen in den Kindergarten. Im Jahr 2002/2003 besuchen 86.000 Kinder 660 Kindergärten.
Nach dem Stand 2000/2001 sind 70,4 % (171.942 Kinder) der Kinder, die zwischen 3 und 7 Jahre alt sind, nicht von einer vorschulischen Bildung erfasst. Besonders in SUM-Ebene (Kleine Verwaltungseinheit) haben die Kindergärten ständige Probleme mit der Heizung und schlechte hygienische Bedingungen.
Im allgemeinen ist nicht so schwierig für Kinder ab 3 Jahren einen Kindergartenplatz zu bekommen. Das Problem besteht eher für Kinder unter 3 Jahren, da nur wenige Kinderkrippen vorhanden sind. Die meisten staatlichen Kindergärten haben eine Krippengruppe für meistens 2-jährige Kinder. Dort herrscht meistens eine Warteliste. Man sollte sich frühzeitig anmelden.
Private Kindergärten sind auch zugelassen. Die Gebühr im privaten Kindergärten beträgt im Moment (Stand: 2002/2003) US$ 50 bis US$ 100 pro Monat. Dagegen zahlt man in staatlichen Kindergärten keine Gebühr, nur Essensgeld in Höhe von ca. US$ 5 monatlich, da dort Kinderessen vom Staat subventioniert werden. Hauptunterschied zwischen staatlichen und privaten Kindergärten: in staatlichen Kindergärten sind in einer Gruppe 30 bis 40 Kinder bei einer Betreuerin. Im privaten sind es dagegen maximal 15 bis 20 Kinder.
Quelle: Bericht über Menschenrechtssitutationen in der Mongolei, Udriin Sonin, 01.11.2002, S. 4
2002/2003 lernen in 700 Schulen 515.400 Schüler. Es herrscht eine allgemeine Schulpflicht.
Die Schulausbildung beträgt 10 Jahre, der Abschluss ist das Abitur. Anschließend können die Studenten nach bestandener Aufnahmeprüfung an Hochschulen studieren. Wenn man gute schulische Leistung hat, und die Aufnahmeprüfung besteht, hat man sofort Anrecht auf einen Studienplatz.
Quelle: TZ Unuudur, Nr. 212 (1674) vom 07.09.2002, S.1
Es gibt in der Mongolei 36 Berufsschulen.
An 178 privaten und staatlichen Hochschulen und Universitäten studieren 114.000 Studenten.
Die Studiengebühr für private Schulen beträgt 450 bis 500 US$ und mehr. An Hochschulen und Universitäten muss man mit einer Studiengebühr in Höhe von 350 bis 400 US$ pro Semester rechnen.
Nach dem Abitur muss eine Aufnahmeprüfung an den Hochschulen oder Universitäten abgelegt werden. Die Prüfung hängt von der Fachrichtung ab. Wenn man beispielsweise ein Ingenieurstudium beginnen möchte, dann muss man eine Prüfung in Mathematik ablegen. Nach bestandener Prüfung hat man sofort Anrecht auf einen Studienplatz.
Ein Normalstudium dauert im in der Regel 4 Jahre. Nach 4 Jahren erhält man einen Abschluss als Bachelor. Nach weiteren 2,5 Jahren kann man einen Magisterabschluss und nach weiteren 2,5 Jahren einen Doktor erhalten.
Es gibt keine staatliche Stipendien. Wenn man sehr gute Leistungen vorweist, kann man an nationale oder internationale Stiftungen oder die Universitätsverwaltung schreiben und einen Antrag stellen. Im genehmigten Fall erhält man ein Stipendium, was der Studiengebühr für ein Jahr entspricht. Man erhält aber kein monatliches Stipendium.
Quelle: TZ Unuudur, Nr. 212 (1674) vom 07.09.2002, S.1
Die bekannteste staatliche Erwachsenenbildungseinrichtung in der Mongolei ist die Verwaltungsakademie, deren Sitz in der Hauptstadt Ulaanbaatar ist.
Voraussetzung für die Aufnahme einer Weiterbildung ist ein Hochschul- oder Universitätsabschluss und eine bestandene Aufnahmeprüfung. Man studiert für zwei Jahre eine der unten angegebenen drei Fachrichtungen. Die Studiengebühr für eine 2-jährige Managerausbildung beläuft sich im Jahr auf 450.000 Tugrik.
Es gibt Tages-, Wochen- und Fernkurse. Für Interessierte, die keinen Hochschulabschluss haben, gibt es die Möglichkeit, in der Verwaltungsakademie ein Verwaltungskolleg zu besuchen und dort den gewünschten Abschluss zu erhalten. An einem Magisterstudium an dieser Verwaltungsakademie können jedoch nur diejenigen teilnehmen, die an dieser Verwaltungsakademie den 2-jährigen Managerkurs absolviert haben. Die Gebühr für eine Magisterstudium beträgt pro Jahr 500.000 Tugrik. Das Studium beginnt in dieser Akademie immer am 1. September und endet ca. Ende Juni. Aufnahmeprüfung ist immer Anfang Juni.
Mann kann sich in dieser Akademie privat bewerben. Ein anderer Weg ist die Delegation von einer staatlichen Institution. In diesem Fall übernimmt der Arbeitgeber die Studiengebühr. Die Absolventen erhoffen sich nach dem Studium leitende Funktionen in ihren jeweiligen Arbeitsstellen.
Verwaltungsakademie (Udirdlagyn Akademi)
Khan-Uul Duureg, 11-r Khoroo
Dschingis Urgun Chuluu, Ulaanbaatar
Tel.: 976-11-342076, 342174, 342175, 342272
Fax: 976-11-343037
E-Mail: aom@aom.edu.mn
Quelle: TZ "Udriin sonin" Nr. 114, 12.05.2003, S.7
Man kann in der Hauptstadt Ulaanbaatar an 9 staatlichen Universitäten ein Magister- und/oder Promotionsstudium in verschiedenen Fachrichtungen absolvieren. In der Mongolei gibt es nach dem Stand 29.05.2003 insgesamt 178 staatliche und private Hochschulen und Universitäten, wovon 29 staatliche Einrichtungen sind.
Neben dem regulären Magister- und/oder Promotionsstudium bieten manche Hochschulen allein oder in Zusammenarbeit mit ausländischen Institutionen verschiedene Weiterbildungskurse zu unterschiedlichen Fachrichtungen an, zum Beispiel das Institute of Finance and Economics of Mongolia. Die Handong Global University of Korea bietet Mongolian-Korean Joint International MBA Programm als zweijähriges Studium mit 48 Kreditstunden an.
SEZDS
UB-49, Enkhtaivan Gudamj-12 A
Tel.: 452739, 458471
Fax: 452739, 458378
E-Mail: mba@ife.edu.mn
Als Beispiel für das Angebot einer nichtstaatlichen Hochschule sei das Kollege Ulaanbaatar Erdem Oyu genannt. Dies ist ein Kollege für Wirtschaft, Sprachen, Journalismus und Tourismus und hat zwei Außenstellen in Baganuur und Khovd.
Es werden folgende Kurse angeboten: Wirtschaft, Buchführung, Bankwesen, Finanzen, Tourismus, Sprachen; Japanisch, Englisch, Chinesisch, Wirtschaft für Bergbau und Journalismus. Die Studiengebühr beträgt 350.000 Tugrik.
Aufnahmevoraussetzungen sind ein Abiturzeugnis, der Personalausweis, 4 Passfotos und eine Prüfungsgebühr von 3.000 Tugrik.
Chingeltei Duureg, IV Khoroo, Baga Toiruu
Ulaanbaatar-46, Postfach-33
Tel.: 328198, 326295, 318490, 311776, 99195833, 99892343
Fax: 328198
E-Mail: uberdem@hotmail.com
Quelle: TZ "Unuudur", 23.06.2003, Nr. 147 (1885), S. 6
Englisch ist in der Mongolei die Fremdsprache, ohne welche man sich kaum leitende Funktionen erhoffen kann. Daher gibt es hauptsächlich in Ulaanbaatar und auch in einigen Aimakszentren Englischkurse, die meistens von privaten Anbietern angeboten werden.
Die Kursdauer ist ganz unterschiedlich und es gibt auch unterschiedliche Kurse: Gruppen-, Einzel- oder Familienkurse zu verschiedenen Zeiten, oder auch speziell für Erwachsene, Kinder, Studenten und Arbeiter.
| Einrichtung | Angebot |
| International Language Center Uildverchnii evleliin Kholboony bairny hoid tald, Zoos Bankny urd haalga, Ulaanbaatar Tel: 313727 | |
| SANTIS Educational Services Sukhbaatar District, Amar Street-2, Unen Newspaper Buiding East Entrance, 5-th Floor Tel.: 318319, 318313 Fax: 326373 E-Mail: Santis@magicnet.mn Web: http://www.santis.atfreeweb.com |
Es gibt 6 Stufen. Eine Stufe umfasst 100 Unterrichtsstunden, davon 70 Stunden Standard Englisch Kurs mit einem Muttersprachler und 10 Stunden Grammatik mit einem mongolischen Lehrer und 20 Stunden interaktives Computerprogramm. Ein solcher Kurs kostet 210.000 Tugrik. Er findet dreimal pro Woche für je 3 Stunden statt. |
| ENGRAM Educational Service Sukhbaatar Duurgiin Baruun tald "Tsetseee gun" surguuli, III. davkhart, Nr. 300 Tel.: 321948, 317796, 99181659, 99156389, Fax: 317796 E-Mail: engram@mongolnet.mn |
TOEFL preparation, Basic English, Conversation class |
| FASTTRAK Bayanzurkh Duureg, Zuun 4 zamyn urd Tel.: 95256789 |
Wenn man im Beruf arbeitet, kann man sich berufsmäßig weiterbilden, indem man an verschiedenen Seminaren und Weiterbildungsangeboten teilnimmt. Je nach Branche erhält man spezifische Informationen. Es gibt speziell für Juristen verschiedene Kurse und Weiterbildungsangebote von ausländischen Projekten wie GTZ, Stiftungen etc. Rechtsanwaltsverbände organisieren Angebote für Rechtsanwälte. Vom Journalistenverband oder von der Presseinstitut werden regelmäßig zu verschiedenen Themen für Journalisten-Seminare organisiert.
Presseinstitut
Tel.: 353476, 350012
Angebot: Kurs für Journalisten
Voraussetzungen: Aufnahmeprüfung, Hochschulabschluß, Passfoto,
Personalausweis, Zeugnisse
Anmeldungsgebühr: 3.500 Tugrik
Kursdauer: 6 Monate
Regionale Anmeldungen in: Khovd, Zavkhan, Uvurkhangai, Darkhan, Khentii
Besonders die Banken haben eigene Trainingsabteilungen, die eigene Mitarbeiter weiterbilden. Produktionsbetriebe bieten Weiterbildungskurse für eigene Mitarbeiter an. Meistens sind die Kurse zu betriebsspezifischen Themen und wird vom Betrieb finanziert.
Meistgefragte Angebote sind EDV und Buchhaltungskurse. Hauptsächlich werden EDV-Kurse von privaten Anbietern, Buchhaltungskurse von der Hochschule für Finanzen und Ökonomie angeboten.
| website sponsored by: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (BAFl) through European Refugee Fund (ERF), and Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) through Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |
| website administered by: AGEF gGmbH, Berlin, info@agef.de , www.reintegration.net, www.agef.net |