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Syrien

1. Landesinformation

Verwaltung, Bevölkerung, Wirtschaft, Gesundheit, Bildung / Kultur / Kommunikation, Zivile Sicherheit

Verwaltung

Allgemeines / Geografie

Quellen: 
www.erdkunde-online.de (aufgerufen am 07.01.04)

http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=11&land_id=166
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Politisches System

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Abriss über das politische System Syriens

Außenpolitik

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und im Zuge der Golfkrise hat sich eine Hinwendung Syriens zum Westen vollzogen. Im Nahost-Friedensprozess ist Syrien grundsätzlich zu einem Frieden mit Israel auf der Grundlage des Prinzips "Land für Frieden" und im Einklang mit den VN-Sicherheitsratsresolutionen 242 und 338 bereit. Grundbedingung eines Friedens mit Israel ist die vollständige Rückgabe des Golan-Gebietes bis zur Grenzlinie vom 04.06.1967. Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Präsident Clinton und Präsident Assad im März 2000 stagnieren die Friedensverhandlungen. Insbesondere seit Beginn der zweiten Intifada in den palästinensischen Gebieten im Herbst 2000 ist eine verbale Radikalisierung festzustellen.

Der Abzug Israels aus dem Südlibanon hat die Regierung nicht zu Konzessionen in der Territorialfrage veranlasst. Syrien bleibt zum Frieden mit Israel prinzipiell bereit. Es sieht allerdings zur Zeit keine Chance für eine vollständige Rückgewinnung des Golans im Rahmen eines Friedensvertrags mit Israel.

Syrien beherbergt einige gegen Arafat eingestellte und agierende palästinensische Gruppierungen. Die wichtigsten sind die Popular Front for the Libaration of Palestine (PFLP) unter George Habash, die Democratic Front for the Libaration of Palestine (DFLP) unter Nayef Hawatmeh sowie die PFLP-GC (General Command) Ahmed Jibrils. Die im September 2000 wieder aufgenommenen palästinensische Intifada wird von Syrien unterstützt. Man erwartet auch von Arafat eine Friedenslösung auf der Grundlage der Resolutionen Nr. 242 und 338 VN-Sicherheitsrates. Ein erster Besuch Arafats in Syrien steht noch aus.

Syrische Außenpolitik im multilateralen Rahmen

Syrien ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. Es hat ab dem 01.01.2002 eine nicht-ständige Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat übernommen. Darüber hinaus engagiert sich Syrien insbesondere im Rahmen der Arabischen Liga sowie der Islamischen Konferenz-Organisation (OIC).

Beziehungen zum Libanon

Die engen Verflechtungen zwischen Libanon und seiner Ordnungsmacht Syrien bestehen auch nach dem einseitigen israelischen Rückzug aus dem Südlibanon fort. Syrien betrachtet den Libanon nicht in jeder Hinsicht als Ausland, sondern vertritt den Standpunkt, dass Syrer und Libanesen ein Volk in zwei Staaten sind. Mit Abkommen von Ta'if, das durch Vermittlung der Arabischen Liga 1989 zustande kam, war es Syrien gelungen, eine stabilere politische Entwicklung im Libanon einzuleiten. Der 1991 geschlossene "Vertrag über Brüderlichkeit, Kooperation und Koordination" erlaubt Syrien weitreichende Einflussmöglichkeiten auf die libanesische Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Dies manifestiert sich in einer intensiven Besuchsdiplomatie und der Stationierung von syrischen Truppen im Libanon mit einer Stärke von bis zu 35.000 Mann. Zur Regierung Hariri bestehen gute Beziehungen.

Syrien und die Arabische Welt

Syrien pflegt intensiv gute Beziehungen zu den Erdölstaaten auf der Arabischen Halbinsel. Aus diesen Staaten kommen erhebliche Unterstützungsleistungen für staatliche Entwicklungsprojekte (Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen); private Investoren aus den Golfstaaten richten ihren Blick zunehmend auf Syrien. Eine erhebliche Anzahl von syrischen Gastarbeitern arbeitet in Saudi-Arabien und den Golfstaaten. Auch der politische Dialog mit Saudi-Arabien spielt eine wichtige Rolle.

Die Beziehungen zum Irak haben sich deutlich verbessert. Die seit 1980 infolge des iranisch-irakischen Krieges hermetisch geschlossene Grenze wurde für den Warenverkehr und Personenverkehr wieder geöffnet. Ein hochrangiger offizieller Besucherverkehr dient dem Ausbau der wirtschaftlichen Normalisierung zwischen den beiden Staaten. Damaskus dient aber (neben London und Amman) weiterhin als einer der Zufluchts- und Sammlungsorte für die irakische Opposition. Wirtschaftlich wichtig ist die versuchsweise Inbetriebnahme der Ölpipeline Irak-Syrien. Syrien tritt für die Aufhebung des Sanktionenregimes gegen den Irak ein.

Nach dem Tod von König Hussein hat sich das Verhältnis zwischen Jordanien und Syrien verbessert und intensiviert. Inzwischen ist auch Präsident Bashar al-Assad mit dem neuen jordanischen König mehrfach zusammengetroffen. Das "Higher Joint Committee" unter Leitung der beiden Ministerpräsidenten intensiviert besonders die Wirtschaftsbeziehungen.

Die seit 1989 eingeleitete Wiederannäherung Syriens und Ägyptens hat sich zu einer engen "Entente" entwickelt. Beide Staatschefs treffen regelmäßig zu Konsultationen in Damaskus bzw. Kairo zusammen. Der ägyptische Staatspräsident Mubarak bleibt bemüht, die Friedensgespräche zwischen Syrien und Israel wieder zu beleben und auch die Beziehungen zum neuen syrischen Präsidenten intensiv zu gestalten. Bei der Koordinierung gemeinsamer arabischer Positionen, v.a. in Bezug auf den nahöstlichen Friedensprozess, arbeitet man eng zusammen.

Beziehungen zur Türkei und dem Iran

Syriens belastetes Verhältnis zur Türkei hatte sich in den letzten Jahren durch die fortschreitende Annäherung zwischen Ankara und Tel Aviv, insbesondere im militärischen Bereich, zunächst verschlechtert. Auf der Grundlage der Vereinbarung von Adana (Türkei) hat sich durch bilaterale Konsultationen das Verhältnis zwischen Syrien und der Türkei jedoch deutlich entspannt und im wirtschaftlichen und politischen Bereich intensiviert. Der neue syrische Präsident wurde zu einem Besuch in die Türkei eingeladen. In den letzten Monaten hat sich das Verhältnis durch eine intensive Besuchsdiplomatie weiter verbessert.

Das traditionell enge Verhältnis Syriens zu Iran wird gepflegt und ausgebaut. Häufige Besuche hochrangiger iranischer Politiker in Damaskus sowie der Besuch des syrischen Präsidenten Assad im Januar 2001 in Teheran haben dies unterstrichen. Syrien ist und bleibt für den Iran der wichtigste Partner im arabischen Lager.

Verhältnis zur Russischen Föderation

Das Verhältnis zur Russischen Föderation ist durch die bisherige syrische Verweigerung einer Altschuldenregelung (ca. 12 Mrd. USD) belastet. Gleichzeitig bleibt Syrien auf russische Rüstungslieferungen (Nachschub, Ersatzteile) angewiesen. Seit Anfang 1998 haben sich die syrisch-russischen Beziehungen wieder belebt, und es ist die Rede von neuen russischen Waffenlieferungen größeren Ausmaßes und einer Zusammenarbeit im zivilen Nuklearbereich. Präsident Assad besuchte Moskau erstmals als russische Hauptstadt im Juli 1999.

Syrien und die USA

Das Verhältnis zu den USA hatte sich weitgehend entspannt. Der negative Ausgang des Gipfeltreffens in Genf bedeutete einen Rückschritt im Verhältnis zu den USA. Syrien sieht die USA wieder zunehmend als einseitigen Parteigänger Israels. Daran hat auch der Besuch von Außenminister Powell in Syrien im Februar 2001 wenig geändert. Damaskus fordert weiterhin nachdrücklich eine ausgewogenere Nahost-Politik der Bush-Administration. Die USA bleiben als Partner für jede Friedenslösung in der Region unerlässlich. Syrien ist bemüht, nach den Attentaten von New York und Washington am 01.09.2001 als verlässlicher Partner in der internationalen Terrorismusbekämpfung angesehen zu werden. Die Unterstützung der oben genannten palästinensischen Gruppen, die nicht als Terroristen, sondern als Freiheitskämpfer definiert werden, bleibt unbenommen.

Syrisch-französische Beziehungen

Ein bevorzugter Partner Syriens ist Frankreich, insbesondere seit dem Staatsbesuch Präsident Chiracs im Oktober 1996, der im Juli 1998 von Präsident Assad in Paris erwidert wurde. Chirac nahm als einziges westliches Staatsoberhaupt an den Beerdigungsfeierlichkeiten für Hafez al-Assad teil. Bashar Al-Assad hat Frankreich im Juni 2001 besucht.

Innenpolitik

Die innenpolitische Lage Syriens ist stabil. Präsident Bashar al-Assad stützt sich auf die alewitische Minderheit, die privilegierten Streitkräfte, verschiedene Sicherheits- und Geheimdienste sowie ein alle sozialen Schichten umfassendes sorgfältig ausbalanciertes System von persönlichen und Gruppenloyalitäten. Syrien befindet sich seit 1963 im Ausnahmezustand. Dieser wird mit dem "Kriegszustand" mit Israel begründet. Bashar al-Assad, 35 Jahre alt, galt zunächst als Hoffnungsträger für die jüngere Generation in Syrien. Erwartet wurde, dass er das Land an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen werde. Bislang sind Erfolge kaum erkennbar. Eine Demokratisierung nach westlichem Verständnis ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Quellen: 
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=11&land_id=166
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Verwaltungsstruktur

14 Provinzen(Al Hasakah, Al Ladhiqiyah, Al Qunaytirah, Ar Raqqah, As Suwayda', Dar'a, Dayr az Zawr, Dimashq, Halab, Hamah, Hims, Idlib, Rif Dimashq, Tartus)und Hauptstadt

Bevölkerung

Demografische Indikatoren

Indikatoren für reproduktive Gesundheit

Bevölkerungsgruppen

Religionen

Landessprachen

Wirtschaft

Wirtschaftsdaten 2003

Quellen für Bevölkerung und Wirtschaft: 
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=11&land_id=166
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http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,SYR,00.html
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Wirtschaftsstruktur

Anteil am BIP in %:

Wirtschaftliche Entwicklung (Stand März. 2003)

Landwirtschaft und Erdölgewinnung sind Syriens Schlüsselindustrien. Ein Drittel der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, in der als Hauptexporterzeugnis Baumwolle angebaut wird; Weizen, Gerste, Obst und Gemüse werden in erster Linie für den Eigenbedarf angebaut. Den größten wirtschaftlichen Stellenwert haben die Ölvorkommen. Seit Ende der achtziger Jahre wird der private Sektor ausgeweitet, was zur Vergrößerung des Exportvolumens und einer Belebung der Wirtschaft geführt hat. Der Golfkrieg hatte unterschiedliche Auswirkungen auf die syrische Wirtschaft; wie in allen Nachbarländern des Irak war auch in Syrien der Handel betroffen. Als Mitglied der von den USA angeführten Koalition erhielt Damaskus jedoch Wirtschaftshilfe aus dem Westen und den anderen Golfstaaten. Die Umwälzungen in der früheren Sowjetunion haben einige Schwierigkeiten verursacht, da Syrien lange Zeit ein bedeutender Handelspartner und Abnehmer sowjetischer Maschinen und Waffen war. Ein besonders großes Problem ist die Wasserversorgung, ein vor kurzem geschlossenes Abkommen mit der Türkei regelt die langfristige Benutzung des nördlichen Teils der Tigris/Euphrat-Wasserwege. Deutschland, die Türkei, Spanien und Italien sind die Haupthandelspartner des Landes.

Wirtschaftliche Liberalisierung und Marktöffnung sind beschlossen, gehen aber in der Praxis nur langsam voran. Der Staat bleibt auch in der Wirtschaft bestimmend. Import- und Exportkontrollen sollen den Staatssektor schützen, verhindern damit aber Wettbewerb und Erneuerung. Devisen werden noch bewirtschaftet, jedoch langsam freigegeben. Die staatliche Bürokratie schreckt in- und ausländische Investoren ab. Die Bevölkerung nimmt mit durchschnittlich 2,4 % seit Anfang der 1990er Jahre zu (nahezu 45 % der Bevölkerung sind jünger als 14 Jahre). Die verdeckte Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. In der Privatwirtschaft hat der Enthusiasmus von Anfang der 90er Jahre einer abwartenden Grundstimmung Platz gemacht. In den 1990er-Jahren trug die Privatwirtschaft 51% zum Bruttosozialprodukt (BSP) bei, 72% zur Beschäftigung, 57% zur Kapitalbildung; sie bestritt 69% der Nicht-Ölexporte und importierte 58% der Gesamteinfuhren. Hingegen betrug ihr Anteil an der Kreditaufnahme bei den staatlichen Banken nur 26% gegenüber 57% der staatlichen Unternehmen. Im Bankensektor hofft man auf Zulassung von Privatbanken. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür wurden geschaffen, eine Kabinettsentscheidung zur Zulassung von fünf Banken am 22.12.2002 getroffen.

Die syrische Außenverschuldung wird auf 18 Mrd. USD geschätzt. Davon werden wohl etwa 75 % den ehemaligen Ostblockländern für Militärhilfe zuzurechnen sein. Syrien spricht selbst nur von 4,9 Mrd. USD. Die Forderungen der Russischen Föderation alleine belaufen sich auf rund 12 Mrd. USD. Die Schuldendienstrate wird auf unter 10% geschätzt. Die Bedienung der (1996 umgeschuldeten) französischen Forderungen soll bisher vereinbarungsgemäß verlaufen, ebenso die der Weltbank (1997 umgeschuldet). Die Schuldenprobleme mit Deutschland konnten durch das Umschuldungsabkommen vom 09.11.2000 gelöst werden. Syrien zahlt vertragsgemäß.

Das nominale Bruttosozialprodukt (BSP) zu Marktpreisen wird für 2001 auf 19,8 Mrd. USD geschätzt. Dies wäre ein Wachstum von 3,5% und resultiert vor allem aus dem hohen Erdölpreis.

Außenhandel

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind die bedeutendsten Handelspartner Syriens. Mehr als 30 % der syrischen Exporte gehen dorthin, nur 15 % in die arabischen Staaten. Auf der Importseite sind Deutschland, Italien und Frankreich die wichtigsten Lieferanten. Die wichtigsten Ausfuhrgüter Syriens (rund 2/3 der Gesamtexporte) sind Erdöl und Erdölprodukte, daneben Nahrungsmittel, Textilien und Bekleidung. Die Haupteinfuhrgüter sind Maschinen und Ausrüstungen, Metalle und Metallerzeugnisse, Kraftfahrzeuge, Nahrungsmittel und chemische Produkte. Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind Erdöl und Erdölderivate, Baumwolle und Textilien, außerdem Viehzuchtprodukte, Früchte und Wolle.

Rohstoffe

Die syrische Ölproduktion liegt bei ca. 520.000 Barrel pro Tag. Syrien hat seine Reserven Ende 2002 mit 23 Mrd. Barrel angegeben, deutlich mehr als die bisher international geschätzten 3 Mrd. Die Abnahme von irakischem Öl (geschätzt auf 150 000 bis 200 000 Barrel pro Tag) für den internen Verbrauch erlaubt eine leichte Erhöhung des syrischen Erdölexports. Eine verstärkte Erdgasnutzung wird ebenfalls angestrebt. Derzeit werden täglich ca. 22 Mio. cbm Erdgas gefördert. . Der Großteil wird zur heimischen Energieproduktion verwendet. Syrien geht von Reserven von über 600 Mrd. cbm aus und verhandelt mit den Nachbarstaaten über die Abnahme von Erdgas.

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Gesundheit

Quellen: 
http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,SYR,00.html (aufgerufen am 07.01.04)

Bildung/Kultur/Kommunikation

Bildung

Die Bereiche Erziehung und Wissenschaft sind für Syrien von zentraler Bedeutung. Die neue Regierung hat sich vorgenommen, das Niveau in der Schul- und Hochschulerziehung deutlich zu verbessern. So soll jetzt auch Informatik verstärkt unterrichtet werden. Seit 1970 besteht allgemeine Schulpflicht für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Gesamtzahl der Schüler im staatlichen Schulwesen beträgt 3,7 Mio., die Zahl der Schulen über 15.000 und die der Lehrer ca. 185.000. Hinzu kommen ca. 120 Berufsfachschulen mit ca. 33.000 Schülern. Die Analphabetenrate bei Männern ist inzwischen auf 14 % gesunken, die der Frauen beträgt allerdings noch immer 44 %. Etwa 85 % der Sekundarschüler lernen Englisch und 15 % Französisch, allerdings überwiegend mit mäßigem Erfolg. Deutsch wird im Sekundarschulbereich nicht als Fremdsprache angeboten; auch deutsche Schulen bestehen in Syrien nicht. Das Land verfügt über vier Universitäten (Damaskus, Aleppo, Homs und Lattakia), an denen 180.000 syrische und 12.000 ausländische Studenten immatrikuliert sind. Seit Ende 2001 ist gesetzlich die Gründung privater Universitäten zulässig, bislang stehen derartige Gründungen noch aus.

Kultur

Das Selbstverständnis Syriens als eine arabische Führungsmacht bestimmt die Kulturpolitik des Landes. In der Anerkennung auch vorislamischer Elemente der Landeskultur sowie in der Akzeptanz und Offenheit gegenüber der klassischen und modernen Kultur des Abendlandes zeigt sich die säkulare Ausrichtung der seit 38 Jahren regierenden Ba'ath-Partei. Andererseits muß das Regime auch Rücksicht auf eine wachsende islamorientierte Stimmung im Lande nehmen. Das kulturelle Leben unterliegt zwar grundsätzlich der Zensur, kann sich jedoch trotzdem dennoch in Gestalt von Konzerten, Theaterproduktionen, Kunstgalerien und literarischen Veranstaltungen erstaunlich frei entfalten. Die Programme der westlichen Kulturinstitute erfreuen sich einer regen Nachfrage.

Kommunikation/Medien/Internet

Rundfunk und Fernsehen sind gleichgeschaltet, Kritikern des Präsidenten oder des Systems drohen Gefängnisstrafen. Der Empfang ausländischer TV-Sendungen ist via Satellit möglich und wird stillschweigend geduldet. Auf 1000 Einwohner kommen  278 Radios, 70 Fernseher, 101,7 Telefone, 0,3 Handys, 1,4 Faxe und 13 PCs. Es gibt 10 wichtige Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 180 000 Exemplaren.

Wichtigste Medien: staatlicher Rundfunk und Fernsehen; Tageszeitungen: al-Baath, al-Thaura, al-Tishrin (alle arabischsprachig), The Syria Times (englischsprachig); Wochenzeitung: Ad Domari (arabischsprachig)

Internet: In Syrien gibt es staatlicherseits keinen Zugang zum Internet für Privatpersonen. Wer dagegen verstößt, kann wegen Kontaktaufnahme mit Ausländern belangt werden.

Quellen: 
www.erdkunde-online.de (aufgerufen am 07.01.04)

Umwelt/Tourismus

Bodenerosion durch Waldvernichtung und Überweidung, wachsende Verwüstung. Wasserverschmutzung durch Ölindustrie und fehlende Kläranlagen. 1999 kamen 1,39 Mio. Touristen; Einnahmen daraus 1,36 Mrd. US$.

Weltkulturerbe
Sehenswürdigkeiten

Quellen: 
www.erdkunde-online.de (aufgerufen am 07.01.04)

Zivile Sicherheit

Nach dem Angriff der israelischen Luftwaffe auf ein palästinensisches Ausbildungslager auf syrischem Territorium am 05.10.2003 in Reaktion auf ein Bombenattentat in Haifa (Israel) vom 03.10.2003 sowie aufgrund Syriens Lage als Nachbarstaat des Irak muss die Sicherheitslage mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet werden. In jüngster Zeit haben die syrischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

Gegenwärtig liegen in Syrien mit Ausnahme der militärischen Sperrgebiete keine Reisebeschränkungen vor. Nur für Besuche der fast völlig zerstörten Stadt Qunaitra direkt an der Grenze zum israelisch besetzten Golan brauchen Reisende eine Sondergenehmigung, die in der Regel kurzfristig ausgestellt wird. Das dafür zuständige Büro befindet sich nördlich vom Adnan-Malki-Platz an der Ecke der Toulaitoulan- und Zainab-Straße.

Das Verbot, im weitesten Sinne militärische Einrichtungen zu fotografieren, sollte unbedingt beachtet werden.

Die Einreise nach Syrien ist trotz eines gültigen Visums nicht möglich, wenn der Reisepass einen israelischen Stempel enthält (Stand: 11.12.2003)

Quellen: 
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=11&land_id=166
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