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Networking Asia / Africa / Southeast Europe |
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Einreisemodalitäten, Transportsystem, Kommunikationssystem, Lebenshaltungskosten, Versorgung, Medizinische Versorgung, Diskriminierte Gruppen, Ausbildungssystem, Erwachsenen- und Weiterbildung
Bürger Vietnams benötigen lediglich einen gültigen Reispass zur Einreise in ihr Heimatland. Bei offiziellem Umzug nach Vietnam wird der Nachweis der Abmeldung aus Deutschland mit entsprechenden Dokumenten empfohlen.
Da die Einreise nach Vietnam nur mit gültigen Reisedokumenten erfolgen kann, müssen diese rechtzeitig bei der jeweiligen vietnamesischen Vertretung in Deutschland (Botschaft, Konsulat) beantragt (z. B. nach Verlust) bzw. deren Gültigkeit verlängert werden.
Schwierigkeiten sind nur bekannt für solche ehemaligen staatlichen Angestellten, die ohne Erlaubnis (Beurlaubung) bzw. Delegierung durch ihren jeweiligen Arbeitgeber einen Aufenthalt im Ausland hatten (z. B. Asylbewerber) bzw. diesen Aufenthalt ohne Erlaubnis/Beurlaubung verlängert haben und zu ihrem ehemaligen Arbeitgeber zurückkehren wollen.
Größere Mengen an Gepäck sind im Falle der Rückkehr ins Heimatland als Umzugsgut zu deklarieren. Die Versendung als Luftfracht (unbegleitetes Fluggepäck) bzw. als Seefracht sind möglich. Letztere bedeutet zwar eine mehrwöchige Transportdauer, ist aber wesentlich kostengünstiger. Die jeweils aktuellen Frachtraten können bei den Fluggesellschaften bzw. international tätigen Speditionen erfragt werden wie z. B:
Einfuhrverbote bestehen u. a. für:
Alle Arten von Waffen, Munition, entzündbare und explosive Materialien, militärische Ausrüstungen und
Hilfsmittel, Narkotika, Drogen, giftige Chemikalien, pornographisches und subversives Material, Feuerwerkskörper,
Kinderspielzeug mit negativen Wirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Ordnung und
Sicherheit, die erlaubte Menge übersteigende Zigaretten ...
Ausfuhrverbote bestehen u. a. für:
Alle Arten von Waffen, Munition, entzündbare und explosive Materialien, militärische Ausrüstungen und
Hilfsmittel, Antiquitäten, Narkotika, Drogen, giftige Chemikalien, wildlebende Tierarten, gefährdete Arten
von Fauna und Flora, und die nationale Sicherheit betreffende Dokumente ...
Zollfrei eingeführt werden können:
Deklariert werden müssen:
Für Gold muss eine vorherige Erlaubnis eingeholt werden, wenn das Gewicht von 300 g überschritten wird (ebenso Goldschmuck der 5 Stück oder 5 Sets übersteigt, ausgenommen der vom Passagier getragene). Passagiere, die mehr als 3.000 g Gold nach Vietnam einführen, sollen die übersteigende Menge im Zolllager deponieren und diese wieder reexportieren.
Der Markenname, das Label und der Wert von zeitweise eingeführten und wieder oder umgekehrt reexportierten Gütern muss angezeigt werden, ebenso auch die Zeitdauer für den zeitweisen Im- oder Export.
Passagiere, die unerlaubt Güter transportieren, die vom Import und Export ausgeschlossen sind, werden entsprechend vietnamesischem Recht behandelt.Es ist in Vietnam möglich, selbst in entlegendste Gebiete mit öffentlichen und teilweise auch privaten Transportmitteln zu gelangen. Vorherrschendes Transportmittel sind Busse und wenn selbst geländegängige Fahrzeuge nicht mehr vorankommen, kann man auf ein Motorradtaxi umsteigen.
Das Schienennetz und die Hauptverbindung zwischen Hanoi und HCM-Stadt wurde in den letzten Jahren verbessert, trotzdem benötigt man für eine Fahrt zwischen beiden Städten noch immer mehr als 30 Stunden.
Der Verkehr in den größeren Städten hat, insbesondere seit es zunehmend Billigimporte von Mopeds gibt, erheblich zugenommen, ebenso die Nutzung von 4-Rad-Fahrzeugen. Das hohe Verkehrsaufkommen, verbunden mit Nichtbeachtung von einfachsten Verkehrsregeln führt zu einem hohen Gefährdungspotenzial. Zunehmend setzen die Stadtverwaltungen auf öffentliche Verkehrsmittel. So wurden in den letzten Monaten in Hanoi feste Buslinien eingerichtet. Mit kurzem Zeittakt und vernünftigem Komfort wird versucht, dem Verkehrschaos entgegenzuwirken.
staatlicher Verkehrsbetrieb, jeweils ohne Rückfahrt:
Die großen Postämter in Vietnam haben in der Regeln täglich von 7.00 Uhr bis 20.30 Uhr
geöffnet.
Die folgenden Angaben über Preise für den Postservice beziehen sich auf das Angebot der staatlichen
Post.
Neben der Post kann auch der Paketdienst (UPS) in Anspruch genommen werden:
UPS United Parcel Service: http://www.ups.com
Die folgenden Angaben über Preise für den Telefonservice beziehen sich auf das Angebot der staatlichen Post. Daneben gibt es weitere Anbieter, beispielsweise mit der Vorwahl 171, 177, 178.
Es gibt 3 Mobilfunkanbieter in Vietnam: VINAPHONE*, VMS-MOBIPHONE und CALL LINK. Die folgenden Preisangaben beziehen sich auf das Angebot des Mobilfunkanbieters VINAPHONE. Die Preise anderer Anbieter sind ähnlich.
VINAPHONE finden Sie im Internet unter: http://www.gpc.vnn.vn/ und http://www.vnn.kdd.net.hk/mobile.htm.
Es besteht die Möglichkeit, Mobilfunk mit Prepaid-Karten zu nutzen. Die Gesprächsguthaben sind jeweils für 45 Tage gültig. Anrufe können 60 Tage lang entgegengenommen werden. Die folgenden Angaben beziehen sich wieder auf das Angebot des Mobilfunkanbieters VINAPHONE.
Alle Angaben beziehen sich auf die an den Provider zu zahlenden Gebühren. Die Telefon-Verbindungskosten sind nicht berücksichtigt. Diese werden gesondert berechnet. Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Angebot des Providers NETNAM. Zu den Preisen muss eine Mehrwertsteuer von 10 % hinzugerechnet werden. Die Angebote anderer Provider sind ähnlich.
NETNAM finden Sie im Internet unter http://www.netnam.vn.
(Stand: August 2000)
Die monatlichen Lebenshaltungskosten müssen mit minimal 300.000 bis 500.000 VND pro Person angesetzt werden (ohne Wohnkosten). Die offiziellen Durchschnittseinkommen sind im Regelfall nicht ausreichend für die Lebensführung. Daher haben die meisten Einwohner neben den Einkünften aus einem Arbeitsverhältnis oder einer selbständigen Tätigkeit noch weitere Einkommensquellen (z. B. Nebenbeschäftigungen).
Die Pensionen aus der staatlichen Rentenversicherung berechnen sich nach den im Arbeitsleben bezogenen Löhnen und Gehältern (Durchschnitt aus den letzten 10 Arbeitsjahren) und kann daher recht unterschiedlich ausfallen. Die üblichen Pensionen liegen etwa im Bereich von 300.000 bis 900.000 VND/Monat.
Anschaffungspreise
einheimische Produkte (Auswahl niedrigster Angebote, teilweise saisonabhängig)
| Reis (1 kg) | ab ca. 5.000 VND (ca. 0,32 €) |
| Kartoffeln (1 kg) | ab ca. 4.000 VND (ca. 0,26 €) |
| Schweinefleisch (1 kg) | ab ca. 30.000 VND (ca. 1,94 €) |
| Rindfleisch (1 kg) | ab ca. 40.000 VND (ca. 2,58 €) |
| Geflügel (1 kg) | ab ca. 22.000 VND (ca. 1,42 €) |
| Fisch (1 kg) | ab ca. 25.000 VND (ca. 1,61 €) |
| Weisskohl (1 kg) | ab ca. 4.000 VND (ca. 0,26 €) |
| Salatgurken (1 kg) | ab ca. 3.000 VND (ca. 0,19 €) |
| Bananen (1 kg) | ab ca. 2.500 VND (ca. 0,16 €) |
| Orangen (1 kg) | ab ca. 25.000 VND (ca. 1,61 €) |
| H-Milch (1 l) | ab ca. 12.000 VND (ca. 0,77 €) |
| Mineralwasser (1,5 l) | ab ca. 8.000 VND (ca. 0,52 €) |
| Coca-Cola (Dose, 0,33 l) | ab ca. 6.000 VND (ca. 0,39 €) |
| Flaschenbier (0,5 l) | ab ca. 7.000 VND (ca. 0,45 €) |
| Dosenbier (0,33 l) | ab ca. 7.000 VND (ca. 0,45 €) |
Preise für ausgewählte Luxusartikel (Exportqualität oder Importe)
| NESCAFE; 200 g-Glas (Inlandprodukt) | ab ca. 40.000 VND (ca. 2,58 €) |
| BLACK LABEL Whiskey; 0,7 l | ab ca. 350.000 VND (ca. 22,50 €) |
| Schokolade, 100 g, deutsches Markenprodukt | ab ca. 25.000 VND (ca. 1,61 €) |
| Deo-Roller "Fa" | ab ca. 22.000 VND (ca. 1,42 €) |
Die Einzelhandelspreise für importierte "westliche" Waren liegen im Regelfall bei etwa 200 % bis zu 300 % der vergleichbaren Waren in Deutschland. Einige Beispiele sind in der obigen Tabelle dargestellt. Vorsicht ist bei vielen dieser Waren angebracht, vor allem bei Alkohol und Kosmetika, da oft vermeintlich echt aussehende Kopien dieser in den Regalen stehen.
Mieten für Privaträume
Neubau Stadt: ab ca. 40.000 VND/Quadratmeter
Mieten für Gewerberäume
beste Lage: ab ca. 200.000 VND/Quadratmeter
mittlere Lage: ab ca. 50.000 VND/Quadratmeter
weniger gute Lage: ab ca. 20.000 VND/Quadratmeter
Kauf von Bauland
Stadt: ab ca. 6 Mio. VND/Quadratmeter
auf dem Lande: ab ca. 100.000 VND/Quadratmeter
Kauf einer Neubauwohnung
Normale Lage (Stadt): ab ca. 5 Mio. VND/Quadratmeter
Bau eines Gebäudes für Wohn-/Gewerbezwecke
durchschnittliche Baukosten in der Stadt: ab ca. 1,5 Mio VND/Quadratmeter
Die Grundversorgung mit Lebensmitteln ist in allen Landesteilen gewährleistet. In den ländlichen Regionen beschränkt sich das Angebot aber vor allem auf die lokal hergestellten Produkte und ist saisonal abhängig.
Die Versorgung mit Trinkwasser aus zentralen Rohrnetzen und die Entsorgung von Abwässern aus sanitären Einrichtungen (bisher gibt es kaum Kläranlagen) ist nur in den größeren Städten durch entsprechende Dienstleistungsbetriebe und deren Anlagen möglich. Der größte Teil der Bevölkerung, vor allem auf dem Lande, nutzt Brunnen oder Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung.
Das auf diese Art und auch aus den oben genannten Rohrnetzen genutzte Wasser sollte vor der Benutzung als Trinkwasser bzw. für die Speisenzubereitung unbedingt gefiltert und abgekocht werden. Da im Wasserkreislauf zunehmend Stoffe aus der intensiven Landwirtschaft (Pestizide u. a.) und zu finden sind, ist, insbesondere für Kleinkinder der Genuss dieses Wassers nicht überall zu empfehlen. Für dieses Fälle gibt es ein ausreichendes Angebot an aufbereitetem Trink- und Mineralwasser (Mineralwasser,1,5 l ab 8.000 VND).
Auch in Nordvietnam (tiefste Nachttemperaturen in Hanoi bei etwa 6°C im Winter) sind Gebäude in der Regel nicht beheizbar. Empfohlen wird für die oft nur einige Tage anhaltenden Kälteperioden die Nutzung von Heizlüftern und Klimaanlagen die mit Heizung ausgestattet sind. In Südvietnam, etwa ab Höhe Da Nang, sind zu allen Jahreszeiten ähnlich hohe Temperaturen zu erwarten, die keine Beheizung der Wohnungen erforderlich machen.
Die Stromversorgung (Wechselstrom 220 V, 50 Hz) ist, insbesondere in den großen Städten, recht stabil und es gibt wenig Unterbrechungen. Wesentlich schlechter ist die Situation in den ländlichen Regionen, hier kommt es häufiger zu Ausfällen/Abschaltungen. Insbesondere zu den Spitzenzeiten kommt es zu Überlastungserscheinungen die mit einem erheblichen Spannungsabfall auf bis zu 150 V einhergehen. Für eine stabile häusliche Versorgung ist daher die Verwendung von Spannungsstabilisatoren zu empfehlen (lokal erhältlich). Vorsicht ist prinzipiell bei allen elektrischen Installationen geboten, da in der Regel keine Erdung der Elektroanlagen vorgenommen wurde.
In Vietnam besteht ein staatliches Sozialleistungssystem. Seit Ende der achtziger Jahre wird das auf der Basis unentgeldlicher Sozialleistungen basierende System verändert: Die Kranken- und Rentenversicherung für Arbeitnehmer, Hilfen bei Arbeitslosigkeit, Programme gegen Armut und Unterernährung und Hilfen für Menschen in besonderen Notsituationen werden eingeführt und aufgebaut.
Das Gesundheitswesen in Vietnam befindet sich in einem schlechten Zustand: Ausbildungsstand, Versorgung und Ausrüstung der Hospitäler und Kliniken sind als katastrophal zu bezeichnen. Seit 1990 ist die einstmals freie Krankenhausbehandlung kostenpflichtig, eine weitere Maßnahme, die sozial Schwachen der sozialistischen Gesellschaft zu benachteiligen. Etwa 45 Prozent der Kinder leiden an Unterernährung, das ist mit die höchste Rate in Südostasien. Eine Gesundheitsversorgung nach annähernd westlichem Standard ist nur wenige zahlungskräftigen Patienten zugänglich.
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz können die meisten zum Teil auch gefährlichen Infektionserkrankungen und Durchfälle vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria (Mückenschutz, d. h. u. a. Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung). Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind sinnvoll, sie müssen im Beratungsgespräch vor der Reise mit dem Tropenarzt individuell festgelegt werden. Derzeit empfohlen wird von Tropenmedizinern die Einnahme von Lariam oder die beiden Medikamente Resochin und Paludrine (alle verschreibungspflichtig). In besonderen Fällen ist auch Doxycyclinprophylaxe sinnvoll, jedenfalls ist eine Beratung durch einen Tropenmediziner angezeigt. Malaria ist landesweit verbreitet, auch in den Städten besteht Malariarisiko. Weitere nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen wie Denguefieber und Japanenzephalitis kommen vor.
Jährlich erkranken ca. 100.000 Menschen in Vietnam an Dengue-Fieber, das jedoch nur in wenigen Fällen (ca. 0,3 %) zum Tode führt. Die Krankheit tritt landesweit, vorwiegend allerdings in Südvietnam, auf. Nach Angaben des vietnamesischen Gesundheitsministeriums erkranken jährlich ca. 1.000 Menschen an Japanischer Encephalitis; bei ca. 10 % der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Reisende können sich gegen Japanische Encephalitis impfen lassen.
Die Zahl der mit Aids infizierten Personen steigt dramatisch. Eine vorsichtige Schätzung geht von 350.000 Infizierten aus. Die Anzahl der infizierten Prostituierten wird auf 70 % geschätzt. Die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gelten daher auch für Vietnam in besonderem Maße.
Sinnvolle Impfungen sind: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u. a.) kann Impfschutz gegen Tollwut sehr sinnvoll sein.
Für benachteiligten Gruppen gibt es nur sehr begrenzte Versorgungsmöglichkeiten und sind kaum staatlich bzw. gesetzlich abgesichert. Möglichkeiten zur speziellen Versorgung der benachteiligten Gruppen beschränken sich zeitlich und örtlich auf spezielle Projekte und Programme v. a. ausländischer Geberorganisationen. Ebenso sind die wenigen inländischen Selbsthilfeinitiativen nur punktuell und temporär zu finden. Den Hauptanteil an sozialer Arbeit müssen (auch traditionell) die Familien erbringen.
Außer für Waisen und in örtlich und teilweise auch zeitlich begrenzten Einrichtungen bestehen kaum Möglichkeiten zur öffentlichen Versorgung und Unterbringung benachteiligter Gruppen. Für Waisen bestehen mehrere Arten von Erziehungsstätten (Schulen mit angeschlossenem Wohnheim).
Neben rein staatlichen Schulen gibt es private Einrichtungen und auch Einrichtungen internationaler Geber wie die SOS-Kinderdörfer. Zur Zeit bietet SOS-Kinderdorf in 39 Einrichtungen rund 9.100 vietnamesischen Kindern und Jugendlichen ein neues Zuhause, Bildung und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Informationen zur Arbeit der SOS-Kinderdörfer finden Sie im Internet unter http://www.sos-kinderdorf.de
Lokale Ansprechpartner sind die jeweiligen Ämter für Arbeit, Invaliden und soziale Angelegenheiten bei den Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen, aber auch die Frauenunion und der Jugendverband.
Offiziell zuständig für soziale Fragen ist das Ministerium für Arbeit, Invaliden und soziale
Angelegenheiten:
MOLISA (Ministry of Labour, Invalids and Social Affairs Vietnam)
12 Ngo Quyen, Hanoi
Auf Provinzebene zuständig ist:
DOLISA (Department of Labour, Invalids and Social Affairs) – Ämter für Arbeit, Invaliden und
soziale Angelegenheiten – (jeweils die Abteilungen für soziale Angelegenheiten):
Zwar nicht direkt für soziale Fragen zuständig, aber sehr aktiv und kompetent ist die Frauenunion. Hier
sollte der Kontakt zu den jeweiligen Organisationen auf Gemeindeebene gesucht werden:
Möglichkeiten zur Suche nach Personen sind folgende gegeben:
Das Bildungsniveau ist in Vietnam traditionell hoch, der Anteil der Analphabeten liegt nur bei 12 Prozent (zum Vergleich: Thailand 30 Prozent, Nepal 64 Prozent). In Vietnam wurden alle Schulen verstaatlicht. Es besteht eine unentgeltliche, allgemeine Schulpflicht. Es ist möglich, Vorschulkinder in kostenpflichtigen Kindergärten unterzubringen. Diese existieren landesweit mit recht unterschiedlichem Niveau.
Trotz des eigentlich unentgeltlichen Schulbesuches gibt es eine Reihe von Gebühren und zusätzliche Leistungen. Unter anderem begründet durch die niedrigen Lehrergehälter ist es oft Praxis, dass sich die Vermittlung von Wissen in der regulären Schulzeit in Grenzen hält und erst in zusätzlichen "Privatstunden" nach der offiziellen Schulzeit oder in den Ferien gegen Entgeld ein Zusatzunterricht erfolgt.
Dieses System setzt sich durch alle Schularten bis in die Hoch- und Fachschulen fort, die zusätzlich offizielle Studiengebühren (etwa 600.000 bis 1.000.000 VND/Semester = 38,70 bis 64,50 EUR) erheben. Kostenpflichtig sind auch alle Prüfungen.
Die bedeutendsten Universitäten sind die Universität von Hanoi (gegründet 1956) und die Universität von Ho-Chi-Minh-Stadt (1917). Vietnam verfügt über insgesamt 106 Universitäten und Hochschulen. 40 Prozent aller Hochschulabsolventen sind Frauen.
Die Hochschulreife und das Bestehen der Zulassungsprüfungen für Hoch- und Fachschulen sind Voraussetzung für ein Studium, welches mindestens 4 Jahre dauert. Begründet durch die Bewerberzahl, welche die offenen Studienplätze bei weitem übersteigt, erfolgt eine Auswahl hinsichtlich der in der Aufnahmeprüfung erbrachten Leistungen.
Ein Stipendiensystem besteht nur in Form eines gestaffelten Leistungsstipendiums, von dem maximal 10 % der Studenten erfasst werden.
Ausländische Abschlüsse werden im Regelfall ohne Probleme anerkannt und bei der Arbeitssuche höher bewertet als inländische.
Einrichtungen der Erwachsenenbildung gibt es in sehr großer Anzahl. Meist noch subventionierte staatliche und den großen Massenorganisationen sowie Hochschulen unterstehende Einrichtungen bieten überregional ähnliche Bildungsmöglichkeiten zu vergleichbaren Konditionen an und stehen im Wettbewerb mit einer unübersichtlichen Anzahl privater Einrichtungen, die ihre Angebote kostendeckend, aber eher am lokalen Markt, anbieten müssen. Da es keine wirksame Kontrollinstanz gibt, kann die Qualität der jeweiligen Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen.
Für die Anmeldung zu Weiterbildungsmaßnahmen der staatlichen Bildungsträger sind in jedem Falle ein gültiges Personaldokument und die Originale der erzielten Abschlüsse (falls im Ausland erworben, mit amtlich bestätigter Übersetzung) zum Nachweis der bisherigen Qualifikation notwendig. Üblicher Mindestschulabschluss ist die 9. Klasse.
Die jeweils lokal (je Provinz) zuständigen Zentren für Arbeitsservice (CES - Center for Employment Service), die den jeweiligen Ämtern für Arbeit, Invaliden und soziale Angelegenheiten (DOLISA) unterstehen, haben das staatliche Mandat für Berufsberatung, Stellenvermittlung und Weiterbildung. Sie sind daher im Regelfall auch die größten Arbeitsplatzvermittler und Bildungsträger der jeweiligen Region.
Aufgrund der Vielzahl von Anbietern hier nachfolgend ausgewählte Adressen: DOLISA (Department of Labour, Invalids and Social Affairs) - Ämter für Arbeit, Invaliden und soziale Angelegenheiten:
Übersicht zu CES Hanoi als Anbieter von Berufsberatung/Stellenvermittlung und non-formaler beruflicher sowie betriebswirtschaftlicher Ausbildung (einschl. Existenzgründer)
| Berufsberatung | Stellenvermittlung | Berufliche Ausbildung | Betriebswirtschaftliches Training | |
| Angebot | Gebühr: keine |
Gebühr: keine außer durch CES nachweisbarer Aufwand z. B. für Kommunikation etc. |
Nähkurs (Grund- und Industrie) 4 Monate,
1,2 Mio. VND (70 EUR) Schneiderkurs (aufbauend auf Nähkurs) 6 Monate, 1,8 Mio. VND (105 EUR) Kurs Motorradreparatur 4 Monate, 2,0 Mio. VND (118 EUR) Kurs Schreiner 3 Monate, 900.000 VND (53 EUR) PC-Grundkurs 1 Monat, 150.000 VND (9 EUR) |
SYB (Start Your Business) 10 Tage, 300.000 VND
(18 EUR) IYB (Improve Your Business 10 Tage, 500.000 VND (30 EUR) Buchhaltung und Steuern 15 Tage, 600.000 VND (36 EUR) Personalführung 5 Tage, 250.000 VND (15 EUR) PC-Anwendungen in KMU 30 Tage, 200.000 VND (12 EUR) Unternehmensrecht 3 Tage, 150.000 VND (9 EUR) |
| Ergebnisse 2002 (Anzahl Teilnehmer) | 4.000 | 8.000 | 1.200 | 1.910 |
| Geschätzter Marktanteil in Hanoi (%) | 20 | 20 | 3-4 | 10 |
Neben diesen, den jeweiligen Provinzen untergeordneten Einrichtungen gibt es noch den größeren Städten zugehörende wie z. B.:
Ein leistungsfähiger, überregionaler Anbieter ist auch der Gewerkschaftsverband wie z. B. in der Stadt Hai Duong:
Relativ neu auf dem Bildungsmarkt bewegen sich - ebenfalls mit staatlichem Mandat versehen - Bildungsträger, die dem "Dachverband der Genossenschaften und (nicht in jedem Fall) nicht-staatlichen Unternehmen" untergeordnet sind. Diese orientieren sich vor allem auf die Zielgruppe der Belegschaften ihrer jeweiligen Mitgliedsunternehmen und bieten entsprechend angepasste berufliche Weiterbildung an, teilweise subventioniert über die, genau genommen, staatliche Einrichtung des genannten Dachverbandes.
Kontaktadressen:
Rein private Anbieter gibt es im Regelfall nur lokal, dafür in nahezu unüberschaubarer Anzahl, da Bildung sehr gefragt und damit der Betrieb derartiger Einrichtungen für private Kleinunternehmen wirtschaftlich interessant ist. Die Bildungsangebote und Kosten variieren sehr stark. Angefangen von Basiskursen bis hin zu internationalem Standard (in der Regel mit internationaler Kooperation betriebene Einrichtungen) ist die gesamte Bandbreite zu finden. Beispiele hierfür sind:
Übersicht zu PT Center - Informatik-Kurse
| Programm | Einheiten (Stunden) | Gebühr | |
| VND | EUR | ||
| WINDOWS | 10 | 50.000 | 3 |
| WORD, Basis | 20 | 120.000 | 7 |
| WORD, Fortgeschrittene | 20 | 150.000 | 9 |
| EXCEL, Basis | 20 | 120.000 | 7 |
| EXCEL, Fortgeschrittene | 20 | 150.000 | 9 |
| POWER POINT | 14 | 160.000 | 10 |
| ACCESS | 24 | 280.000 | 16 |
| INTERNET | 8 | 180.000 | 11 |
| COREL RAW | 24 | 300.000 | 18 |
| PHOTOSHOP | 24 | 350.000 | 21 |
| 3DMAX | 20 | 50.000 | 3 |
| Hardware (Installation, Reparaturetc.) | 20 | 300.000 | 18 |
Interessenten sollten sich in erster Linie an die jeweils lokal (je Provinz) zuständigen Zentren für Arbeitsservice (CES - Center for Employment Service) wenden, die den jeweiligen Ämtern für Arbeit, Invaliden und soziale Angelegenheiten - DOLISA unterstehen. Diese haben das staatliche Mandat für Berufsberatung, Stellenvermittlung und Weiterbildung.
Da die oben aufgeführten Bildungsträger auch derartige Möglichkeiten zur Weiterbildung neben dem Beruf anbieten, wird auf diese verwiesen. Die meist in kleine Lerneinheiten (Module) gegliederten Kurse können auch am Abend besucht werden. Neben den bereits genannten Möglichkeiten hier noch eine Anzahl weiterer. Es gibt sehr viele Möglichkeiten zum Lernen in Vietnam. Alles, vom Tanzkurs, über Vietnamesisch, Fremdsprachen, traditionelle Medizin, Lackmalerei, Seidenweberei bis hin zu Piano, Flöte oder Singen wird angeboten. Es ist nur ein Problem, den richtigen Lehrer / die richtige Lehrerin zu finden, der / die oft sogar bereit ist, Privatunterricht zu geben.
Kunst
Englisch / Computer
Englische Sprache
Französische Sprache
Deutsche Sprache
Musik
"On-the-job-training" ist die am weitesten verbreitete Art der Aus- und Weiterbildung, in vor allem Klein- und Mittelbetrieben, und wird oft selbst von kleinsten Familienbetrieben angeboten. Im Regelfall ist für die oft mehrmonatige Aus- und Weiterbildung eine Gebühr zu entrichten, die mit fortschreitendem Wissensstand und fortschreitender Einbindung in den Arbeitsprozess sinkt.
Gewerbetreibende oder deren Angehörige und Beschäftigte, die sich beruflich weiterbilden möchten, um die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern und/oder sich für die nächst höhere Lohnstufe qualifizieren wollen, nutzen oft Angebote von Bildungsträgern, die in der Regel vor allem theoretische Lehrinhalte vermitteln (Kurzzeitkurse siehe Tabelle ). Sie können Abendkurse besuchen oder werden von der Arbeit frei gestellt. Die eigentlichen Handfertigkeiten eignen sie sich "on-the-job" an.
Im Regelfall ist für die oft mehrmonatige Aus- und Weiterbildung eine Gebühr (z. B. für 6 Monate Ausbildung in der Reparatur von Zweirädern: insgesamt umgerechnet ca. 100 EUR) zu entrichten. Bei monatlicher Zahlweise sinkt der zu zahlende Betrag mit fortschreitendem Wissensstand und in Abhängigkeit von der Arbeitsleistung.
| website sponsored by: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (BAFl) through European Refugee Fund (ERF), and Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) through Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |
| website administered by: AGEF gGmbH, Berlin, info@agef.de , www.reintegration.net, www.agef.net |